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HomeNachrichten aus JapanMehrere Fälle von Missbrauch in einem japanischen Gefängnis

Häftlinge über Monate misshandelt

Mehrere Fälle von Missbrauch in einem japanischen Gefängnis

In einem japanischen Gefängnis sollen laut dem Justizministerium 22 Beamte über mehrere Monate hinweg Insassen missbraucht haben.

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Die Beamten haben sich dabei auf drei Insassen konzentriert, spritzten Ihnen Alkohol ins Gesicht und schlugen sie immer wieder.

Justizminister entschuldigt sich

Japans Justizminister Ken Saito entschuldigte sich am Freitag auf einer Pressekonferenz bei den Insassen: „Es ist völlig inakzeptabel und äußerst bedauerlich, dass sich Gefängnisbeamte zu solchen Handlungen hinreißen ließen.“

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Saito fügte hinzu, dass er eine Untersuchung darüber einleiten will, um festzustellen, ob ähnliche Vorfälle auch in anderen Haftanstalten im ganzen Land vorkommen, und dass er die Einsetzung eines unabhängigen Expertengremiums angeordnet hat.

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Gefängnis in Nagoya ist berüchtigt

Das Gefängnis in Nagoya ist berüchtigt, da es bereits in der Vergangenheit Missbrauchsfälle gab.

Im Dezember 2001 spritzten Wärter einem Häftling mit einem Hochdruckschlauch Wasser in den Enddarm, woraufhin der Mann kurze Zeit später an einem bakteriellen Schock starb. Und im Mai 2002 starb ein Häftling an einem posttraumatischen Schock, nachdem er mit Lederhandschellen quer über den Bauch gefesselt worden war.

Es wurden zwar Reformen durchgeführt, aber die nun aufgedeckten Fälle werfen die Frage auf, inwieweit kontrolliert wurde, um Missbrauchsfälle zu vermeiden.

Die meisten der Beamten haben die Missbrauchsfälle bereits zugegeben und ausgesagt, dass sie die Taten begangen haben, weil die Insassen ihre Anweisungen nicht befolgten und Forderungen gestellt haben.

Die Misshandlungen wurden von einem Beamten aufgedeckt, nachdem er bei einem Häftling eine Verletzung entdeckte und ihn dazu befragte.

Im betroffenen Gefängnis sind aktuell 1.200 Personen inhaftiert, darunter auch Ausländer, für die andere Haftbedingungen gelten, als für japanische Häftlinge.

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