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Auch für Uiguren wird protestiert

Mehrere hundert Personen demonstrieren in Tokyo für ein freies Hongkong

Seit einigen Tagen gilt in Hongkong das nationale Sicherheitsgesetz, das China einführen ließ. Seitdem ist es um die Sonderverwaltungszone recht ruhig geworden. Kein Wunder, denn Demonstrationen können nun Gefängnis bedeuten. Nicht nur die japanische Regierung ist von dem Gesetz empört, auch die Bevölkerung lehnt es ab. Am Sonntag kam es nun in Tokyo zu einer großen Demonstration, für die Freiheit von Hongkong.

Um die 300 Menschen wurden am Sonntag bei dem Protest von der Polizei gezählt. Mit lauten Rufen und Plakaten fordern sie eine Rücknahme des Gesetzes und Unabhängigkeit für die Sonderverwaltungszone. Unter anderem waren bekannte Sprüche wie „Time for Revolution“ und „Bring back Hongkong“ zu lesen.

Freiheit für die Uiguren

Ebenfalls gab es Proteste wegen den Konzentrationslagern in China, wo Uiguren gefangen und misshandelt werden. Die überwiegend muslimische Bevölkerung der autonomen Regionen Xinjiang wird systematisch verfolgt und unterdrückt. Zuletzt wurde bekannt, dass die chinesische Regierung ihre Fortpflanzung einschränkt und sie unter anderem zu Abtreibung zwingt. Teilnehmende Uiguren forderten ein Ende der Lage und der unmenschlichen Behandlung.

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Wirklich frei konnten einige Personen in Japan trotzdem nicht protestieren. Da das neue Gesetz auch Aktivitäten im Ausland mit einbezieht, versteckten mehrere Teilnehmer ihre Gesichter mit Masken und Sonnenbrillen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Hongkongern, die in Japan leben. Es gab laut einigen Demonstranten bereits Festnahmen wegen angeblichen Verstößen gegen das Gesetz, weswegen Hongkonger besonders vorsichtig waren. Sie wollen den Menschen trotzdem zeigen, dass es bereits jetzt zu den Inhaftierungen kommt.

Ein Angriff auf die Meinungsfreiheit

Eine Frau aus Hongkong erklärte, dass sie zeigen will, wie die Freiheit in ihrer Heimat bedroht ist. Wenn Menschen laut ihr nicht an die internationale Gemeinschaft appellieren, wird China einfach unbekümmert weiter machen, wie zuvor. Ein Mann aus Hongkong sah das ähnlich. Menschen weltweit sollen darauf achten, was in der Sonderverwaltungszone passiert und dass sie versuchen die Freiheit wiederherzustellen.

Allgemein sind laut dem Sicherheitsgesetz terroristische Aktivitäten jeder Art und Aktivitäten gegen Peking verboten. Personen können nur beim leisen Verdacht festgenommen werden und auch schon die Teilnahme an einer Demonstration kann als terroristische Handlung gewertet werden.

Genaue Details zum Gesetz gibt es nicht. Viele werfen China eine systematische Unterdrückung der Meinungsfreiheit und eine Verletzung des Grundsatzes „ein Land, zwei Systeme“ vor. Davon will das Land jedoch nichts wissen. Ihnen geht es angeblich nur um die Sicherheit der Menschen.

NHK

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