Anzeige
HomeNachrichten aus JapanMehrere Verstöße bei der Lagerung von Atommüll in Aomori gefunden

Betreiber wurde wiederholt wegen Problemen ermahnt

Mehrere Verstöße bei der Lagerung von Atommüll in Aomori gefunden

Japan hält weiterhin an der Atomkraft fest und das trotz zahlreichen Vorfällen in der Vergangenheit. Um den Brennstoff für die Anlagen zu sichern, gibt es mehr Wiederaufbereitungsanlagen. In einer wurden nun mehrere Fälle von unangemessener Lagerung von Atommüll festgestellt.

Anzeige

Bei der betroffenen Anlage handelt es sich um die Wiederaufbereitungsfabrik in Rokkasho, Aomori. Wie die Nuklearregulierungsbehörde (NRA) bestätigte, soll der Betreiber Japan Nuclear Fuel Ltd. (JNFL) den Kernbrennstoff nicht richtig gelagert haben. So wurde unter anderem Atommüll an Orten gelagert, wo es gar nicht erlaubt war. Dazu kommen andere fragwürdige Handlungen, welche die Kompetenz des Unternehmens infrage stellen. Ob radioaktive Substanzen in die Umwelt gelangt sind, konnte nicht bestätigt werden.

Nicht der erste Vorfall

Hoch radioaktive Abfallflüssigkeiten entstehen bei der Wiederaufbereitung von verbrauchten Brennstäben, aus denen noch Uran und Plutonium gewonnen wird. Der Müll wird in Glas verfestigt und dann gelagert. Die Anlage hat das Glas jedoch in einem Gebäude aufbewahrt, das gar nicht für die Lagerung gedacht ist.

LESEN SIE AUCH:  Kosten für die Verwaltung der japanischen Atomkraftwerke steigen immer weiter

Insgesamt wurden acht Verstöße in den letzten 19 Jahren gemeldet. Es ist dabei nicht das erste Mal, dass JNFL in der Hinsicht Ärger bekommt. Schon 2017 ermahnte die NRA den Betreiber, seine Praktiken zu verbessern und Regelungen einzuhalten. Im August 2017 wurde bei einer Inspektion Atommüll gefunden, der unangemessenen gelagert war. Die NRA gab ihnen bis August 2019 Zeit sich zu bessern. Viel geändert hat sich jedoch nicht.

Anlage besteht trotzdem den Sicherheitscheck

Anzeige

Von den acht Problemen waren bei der Inspektion diesen Juli nur zwei behoben. Auf der anderen Seite stellte die NRA bei einem Treffen zur Sicherheitsinspektion im Mai fest, dass die Anlage den neuen Regierungsstandards entspricht.

JNFL erklärte, dass sie die Behörde über die Probleme informieren, wenn die Inspektion vorbei wäre. Warum sie das jedoch nicht getan haben, ist nicht bekannt. NRB wurde hingegen gefragt, wie die Anlage bei den Mängeln den Standard erfüllen kann. Sie gaben dazu an, dass die Probleme von der Inspektion zu den neuen Anforderungen ausgenommen sind und es sich deswegen um eine separate Angelegenheit handelt.

MS

Anzeige
Anzeige