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HomeNachrichten aus JapanMehrheit der behinderten Menschen in Japan haben Schwierigkeiten beim Arbeiten

Arbeitgeber machen es behinderten Menschen nicht einfach

Mehrheit der behinderten Menschen in Japan haben Schwierigkeiten beim Arbeiten

Behinderte oder kranke Menschen haben es häufig nicht einfach im Alltag. Die Arbeit macht dazu meist ebenfalls Probleme. Eine Umfrage in Japan ergab nun, dass die Mehrheit der Betroffenen Schwierigkeiten hat, ihre Einschränkungen und Arbeit in Einklang zu bringen.

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Zu dem Ergebnis kam ein Bericht der Regierung, den sie am Dienstag veröffentlichte. Das Arbeitsministerium führte die Umfrage letzten Februar durch und befragte dabei 1.000 Personen zwischen 20 und 64 Jahren. 664 Personen waren berufstätig, 268 nicht und 68 befanden sich gerade im Urlaub. Insgesamt 66,3 Prozent gaben dabei an, dass es für sie schwierig sei zu arbeiten, da es nicht einfach sei, Behandlungen oder Behinderungen damit in Einklang zu bringen.

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Arbeiten wollen die meisten jedoch sehr gerne. 84,5 Prozent aller Befragten wollen weiter berufstätig sein oder einen Job haben. Von den nicht Erwerbstätigen wollte ebenfalls eine Mehrheit von 64,2 Prozent arbeiten. Allerdings gaben gleichzeitig 50,6 Prozent der Gesamtzahl an, dass sie aus gewissen Gründen nicht weiterarbeiten können oder generell keinen Beruf ausüben können.

Mangelndes Verständnis ist immer noch ein Problem

36,6 Prozent gaben an, dass vor allem fehlende Urlaubstage und keine flexiblen Arbeitszeiten ihnen Probleme machen. Fehlendes Verständnis und fehlende Unterstützung von Vorgesetzten und Mitarbeitern wählten 30,3 Prozent. Dies ist ein Punkt, den die Betroffenen schon seit Jahren bemängeln und diesbezüglich mehr Hilfe von der Regierung fordern.

Zur Bekanntgabe des Ergebnisses wiederholte das Ministerium seine geplanten Bemühungen. Sie wollen die Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen ausbauen, wenn sie kranken oder behinderten Menschen bei der Arbeit helfen. Aktuell geht die Regierung davon aus, dass es 500.000 behinderte Menschen in Unternehmen gibt. Obwohl es ein Rekordwert ist, ist vielen Japanern das Antidiskriminierungsgesetz unbekannt und so kämpfen Betroffene nicht nur auf der Arbeit, sondern ebenfalls im Alltag immer noch mit Diskriminierungen.

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Quelle: MS

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