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Mehrheit der Bewohner von Hiroshima will keine lauten Proteste zur Gedenkzeremonie

Viel Einwohner von Hiroshima fühlen sich belästigt

Im August jährt sich erneut der Abwurf der Atombombe auf Hiroshima. Wie üblich gibt es zu dem Anlass eine Gedenkzeremonie für all die Menschen, die durch die Bombe starben. Doch leider verläuft die Veranstaltung nicht so friedlich, wie es sich die meisten wünschen. Am Rande der Zeremonie gibt es schon lange laute Proteste, nach der sich die Mehrheit der Einwohner laut eine Umfrage nun Einschränkungen wünscht.

Die Stadtregierung von Hiroshima befragte letztes Jahr 3000 Einwohner von denen 41 Prozent antworteten. Sieben Prozent waren davon Überlebende und 36 Familienmitglieder von Opfer. Die Regierung fragte weiter nach Personen, die in den letzten fünf Jahren an der Zeremonie teilnahmen oder sie im Fernsehen verfolgte. 60 Prozent der 1,090 Zuschauer gaben dabei an, dass sie die Demonstranten zu laut finden. Schon früh am Morgen sind Gruppen zu hören, die sich lautstark über Lautsprecher gegen Krieg und Atomwaffen aussprechen. Ebenfalls sind oft Slogan gegen den Premierminister Shinzo Abe zu hören.

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14 Prozent der Befragten wünschten sich zwar eine Veränderung, wollten jedoch keine direkte Regulierung. Stattdessen sollte die Stadt die Demonstranten freundlich bitten, die Lautstärke während der Zeremonie zu verringern. Hiroshimas Bürgermeister Kazumi Matsui gab hingegen letzten Dienstag bekannt, dass er für den 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs nächstes Jahr eine Verordnung erarbeitet.

Weitere Umfrage soll bei der Entscheidung helfen

Er sieht sich dazu gezwungen, da die Demonstranten in den letzten sieben Jahren auf die Bitten nicht reagierten. Weder verringerten sie die Lautstärke, noch zogen sie zu einem anderen Platz um. Die Demonstranten sind hingegen von der möglichen Einschränkung weniger begeistert. Sie sehen darin eine Unterdrückung ihrer Meinungsfreiheit.

In einer anderen Umfrage befragte die Stadt fünf Gruppen mit Atombombenüberlebenden in der Präfektur. Eine davon sprach sich für eine Einschränkung aus. Drei waren hingegen nur dafür, die Demonstranten um Ruhe zu bitten. Nur eine Gruppe war gegen eine Verordnung und eine Einschränkung. Eine weitere Umfrage von Matsui soll dieses Jahr Teilnehmer der diesjährigen Zeremonie zu der Lautstärke befragen. Zusätzlich soll es eine Messung des Geräuschpegels vor Ort geben.

Quelle: Kyodo

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