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Mehrheit der Japaner empfindet die Heisei-Ära als relativ gut

Am 1. Mai geht die Heisei-Ära offiziell zu Ende und eine neue Zeit bricht für Japan an. Aus dem Grund schauen die Japaner nun auf die 30 vergangenen Jahre zurück. Eine Umfrage von Kyodo ergab nun, dass die Mehrheit die Heisei-Ära als gut betrachtet.

1.930 Personen ab 18 Jahren nahmen zwischen Februar und März an der Umfrage teil. Dabei waren 50,4 Prozent Männer und 49,6 Prozent Frauen. Mit 59 Prozent gab die Mehrheit an, dass sie die Heisei-Ära als relativ gut empfanden. Weitere 14 Prozent empfanden die Zeit als gut. Die Personen unter 30 Jahren machten mit 29 Prozent den größten Anteil von denen, die die Zeit gut fanden, aus. Bei den älteren Menschen waren es weitaus weniger. Lediglich zehn Prozent der Befragten über 60 betrachten die Ära als positiv.

Grund für die geringe Zahl sind wahrscheinlich internationale Ereignisse, die Naturkatastrophen und Terroranschläge. Trotz der negativen Punkte gaben im Gegenzug nur drei Prozent der gesamten Befragten an, dass sie die Ära schlecht fanden und 23 Prozent relativ schlecht.

Katastrophen und Gleichberechtigung

Dass die Naturkatastrophen einen großen Einfluss auf die Menschen haben, zeigte die Frage nach den wichtigsten inländischen Nachrichtenereignissen. 70 Prozent gaben das Erdbeben mit dem Tsunami 2011 sowie die nachfolgende nukleare Katastrophe in Fukushima an. Der Terroranschlag mit Sarin im Jahre 1995 in der Tokioter U-Bahn kam auf 50 Prozent. 40 Prozent gaben das zerstörerische Hanshin-Erbeben im selben Jahr an. Bei den internationalen Nachrichten geht es ebenfalls um negative Ereignisse. 44 Prozent betrachteten den Terroranschlag am 11. September 2001 als eine der wichtigsten Meldungen.

Das Internet und die Emanzipation der Frauen sehen die meisten als die größten gesellschaftlichen Veränderungen an. Mit 86 Prozent sieht die Mehrheit das Internet als etwas Positives, während 13 Prozent es als etwas Negatives betrachten. Gleichzeitig empfinden jedoch 57 Prozent, dass die Gesellschaft in der Heisei-Ära intoleranter geworden ist.

41 Prozent gaben das Gegenteil an. Vor allem die ungleiche Behandlung von Frauen sorgt für Unmut. 86 Prozent sehen die Frauen in Japan immer noch nicht als gleichberechtigt an. 73 Prozent der Frauen und 71 Prozent der Männer finden zwar, dass sich die Situation für Frauen verbesserte, es jedoch noch nicht ausreichend ist.

Die Sportler einer Ära

Doch nicht nur Frauenrechte und Katastrophen spielten in den letzten 30 Jahren der Heisei-Ära eine große Rolle. Sportereignisse hinterließen ebenfalls einen Eindruck. Als wichtigsten Sportler der Ära wählten die Befragten Baseballspieler Ichiro Suzuki. Eiskunstläufer Yuzuru Hanyu und Eiskunstläuferin Mai Asada folgten dahinter. Das beliebteste Musikstück ist hingegen „Sekai ni Hitotsu Dake no Hana“ von der Boyband SMAP aus dem Jahr 2002.

In der Politik wählte die Mehrheit Junichiro Koizumi mit 77 Prozent als besten Premierminister. Nur 38 Prozent waren für den amtierenden Premierminister Shinzo Abe und 22 Prozent gaben Noboru Takeshita, der die Verbrauchsteuer einführte, an.

Quelle: Mainichi Shimbun

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