Stats

Anzeige
Home News Mehrheit der Japaner haben mehr Angst vor sozialen Stigma bei einer Coronavirus-Infektion

Angst vor Diskriminierung bei einer Infektion

Mehrheit der Japaner haben mehr Angst vor sozialen Stigma bei einer Coronavirus-Infektion

Die Mehrheit der Japaner hat, laut einer Umfrage des Asahi Shimbun, mehr Angst vor einem sozialen Stigma, als vor den gesundheitlichen Auswirkungen der Coronavirus-Infektion.

Insgesamt gaben fast 70 Prozent der Befragten an, dass sie sich über die sozialen Auswirkungen der Infektion mehr sorgen machen, als gesundheitliche Einschränkungen.

Japaner haben Angst davor, was andere über ihre Infektion denken

In der Umfrage gaben 26 Prozent der Befragten an, dass sie eine Ansteckung mit dem Coronavirus in hohem Maße beunruhigend empfunden, weil sie sich Sorgen darüber machen, wie ihre Umgebung, wie die Nachbarn oder Arbeitskollegen, darüber denken. Die Gefahr für die Gesundheit spielte keine Rolle.

Mehr zum Thema:  Japanische Regierung muss die Diskriminierung von Coronavirus-Infizierten bekämpfen

41 Prozent der Befragten antworteten, dass sie in gewissen Maße darüber besorgt sind, wie andere über die Erkrankung denken könnten. 23 Prozent der Befragten machen sich kaum Sorgen darüber, was andere denken und 9 Prozent machen sich gar keine Sorgen darüber.

Die Umfrage zeigt, dass der Anteil der Menschen, die sich sehr große Sorgen darüber machen, was andere über die Infektion sagen, in der arbeitenden Bevölkerung am größten ist.

42 Prozent der Befragten in hohem Maße und 45 Prozent in gewissem Maße über die Wahrscheinlichkeit besorgt sind, nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus ernsthafte Symptome zu entwickeln.

Selbst von den Befragten, die antworteten, dass sie in hohem Maße besorgt sind, ernsthaft krank zu werden, gaben 66 Prozent an, dass sie mehr Angst davor haben, was andere von ihnen denken werden.

Hintergrund scheint die von der Öffentlichkeit wahrgenommene Kritik und Schuldzuweisung an diejenigen zu sein, die sich infizieren.

27 Prozent der Befragten gaben an, dass es in hohem Maße zutrifft, dass eine Person, die sich infiziert hat, dafür selbst verantwortlich ist, wenn sie trotz der Aufforderung der Behörden, zu Hause zu bleiben, ausgegangen ist.

Zusammen mit den 50 Prozent, die „trifft in gewissem Maße zu“ antworteten, sind 77 Prozent der Meinung, dass sie nur dann jemanden die Schuld geben, wenn diese Person sich beim Ausgehen infiziert habt.

Mehrheit ärgert sich über Maskenverweigerer

Elf Prozent gaben an, dass sie Masken tragen, weil sie sich in hohem Maße Sorgen um ihr Auftreten in der Öffentlichkeit machen und nicht als Vorsichtsmaßnahme. Der Anteil derjenigen, die „in gewissem Maße“ wählten, lag bei 24 Prozent.

Männer in den 30ern machten zusammen 47 Prozent aus, der höchste Anteil aller Altersgruppen.

In Bezug auf Menschen, die im Zug oder im Supermarkt keine Masken tragen, sagten 34 Prozent, dass sie sich sehr darüber ärgern, während 41 Prozent sagten, dass sie sich ein wenig darüber ärgern.

Der Anteil der Frauen, die eine dieser beiden Antworten wählten, lag bei 78 Prozent, verglichen mit 71 Prozent der Männer.

Die Umfrage zeigte auch, dass 82 Prozent der Befragten, die „in hohem Maße“besorgt sind, ernsthafte Symptome zu entwickeln, sich von Menschen, die keine Maske tragen, gefährdet fühlen.

Keine Strafen für Unternehmen

Obwohl die japanische Regierung erwägt, Strafen für Restaurants einzuführen, die der Aufforderung zur Schließung nicht nachkommen, waren die Befragten zurückhaltender gegenüber diesem Ansatz, der als Einschränkung der persönlichen Rechte gesehen wird.

Insgesamt 33 Prozent sprachen sich für die Verhängung einer Geldstrafe gegen Restaurants aus, die einer Aufforderung zu schließen nicht nachkommen.

Der Anteil derjenigen, die dafür waren, Restaurants entscheiden zu lassen, ob sie schließen oder nicht, wenn sie von den Behörden dazu aufgefordert werden, betrug insgesamt 62 Prozent.

In Bezug auf die Einschränkung der Bewegungsfreiheit sprachen sich laut der Umfrage 33 Prozent für die Verhängung von Bußgeldern bei Verstößen aus, während 62 Prozent der Befragten es vorzogen, dass die Behörden die Öffentlichkeit auffordern, nicht auszugehen und es letztlich jedem Einzelnen überlassen, wie er sich entscheidet.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren