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Informationen in anderen Sprachen oder einfachem Japanisch werden unterstützt

Mehrheit der Japaner ist für mehrsprachige Informationen für Ausländer

Wenn es zu Naturkatastrophen oder anderen bedrohlichen Ereignissen kommt, sind schnelle Informationen das Wichtigste, um Leben zu retten. In Japan kam es jedoch immer wieder vor, dass vor allem Ausländer in Gefahr gerieten, da es für sie keine Benachrichtigungen gab. Die japanische Bevölkerung selbst ist eigentlich für ein mehrsprachiges System.

Die Agency for Cultural Affairs führte vor einigen Monaten die jährliche Umfrage zu mehrsprachigen Informationen im Katastrophenfall durch. Zwischen dem 27. Februar und dem 15. März befragten sie 1.994 Japaner im Alter ab 16 Jahren zu dem Thema und veröffentlichten jetzt die Ergebnisse.

Mehrere Sprachen und einfaches Japanisch

58,1 Prozent aller Befragten gaben an, dass es die wichtigen Informationen in einer Vielzahl an Fremdsprachen geben soll. Für ein einfaches Japanisch, das auch Japanern hilft, waren hingegen 46,3 Prozent. Auch zum eigenen Sprachverhalten gegenüber Ausländern wurden die Teilnehmer befragt, wobei es mehrere Antwortmöglichkeiten gab.

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51,3 Prozent gaben an, dass sie mithilfe von Gesten kommunizieren. Englisch oder andere Fremdsprachen beherrschten hingegen 44,7 Prozent. 43,7 Prozent verwenden hingegen einfaches Japanisch, um mit Ausländern zu reden.

Weiter gaben 20,3 Prozent an, dass sie Smartphone-Apps oder andere Geräte zum Übersetzen nehmen, um zu kommunizieren. Nur 23,4 erklärten, dass sie mit Ausländern ganz normal Japanisch sprechen.

Ausländer sollten Japanisch können

Während die Antworten zur allgemeinen Kommunikation ziemlich vielfältig waren, überrascht die Zahl der Personen, die überhaupt Kontakt mit Ausländern haben. Nur 28,9 Prozent gaben an, dass sie mit Ausländern sprechen. Mit eingeschlossen war auch einfaches Grüßen oder kurze Gespräche in Geschäften.

Von allen Befragten gaben dazu 68,3 Prozent an, dass sie hoffen, dass ausländische Bewohner genug Japanischkenntnisse haben, um im Alltag keine Probleme zu haben.

Japaner wollen beim Lernen helfen

13,1 Prozent hoffte, dass Ausländer mindestens einfach grüßen können und 11,3 Prozent wünschten sich, dass sie gut in Japan lernen und arbeiten können. Gleichzeitig sind 56,5 Prozent bereit beim Japanischunterricht zu helfen. 39 Prozent hatten daran hingegen kein Interesse.

Mittlerweile gibt es viele Versuche Ausländer besser zu informieren. Einige lokale Regierungen haben mehrsprachige Zentren und Mobilfunkanbieter besitzen ebenfalls eigene Konzepte. Auch beim Thema Corona wurden mehrere mehrsprachige Hotlines eingerichtet.

In Notfällen kommen allerdings weiterhin bei vielen Ausländern wichtige Mitteilungen, wie zur Evakuierung, immer noch spät oder gar nicht an, weswegen weiterhin ein landesweites einheitliches System gefordert wird.

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