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Mehrheit der Japaner kennt sich mit der kaiserlichen Familie aus

Dieses Jahr stehen für die japanische Kaiserfamilie eine Menge große Ereignisse an. Aus dem Grund rückten sie in den letzten Monaten vermehrt in die Öffentlichkeit. Wie gut die Menschen die kaiserliche Familie eigentlich kennen, ergab nun eine landesweite Umfrage der Asahi Shimbun.

Die Zeitung führte die Umfrage per Post zwischen März und April durch. Von den 3.000 angeschriebenen Personen antworteten 2.043. Es handelt sich dabei um eine Befragung, die Asahi Shimbun bereits seit der Hochzeit von Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko 1959 regelmäßig durchführt.

76 Prozent gaben dabei an, dass sie die Kaiserfamilie kennen. Es ist damit der höchste Wert seit 1994. Bei den Frauen waren es insgesamt 79 Prozent und bei den Männern 73 Prozent. Bei dem Alter hingegen gibt es deutliche Unterschiede. Frauen im Alter von über 50 Jahren lagen bei 84 Prozent. Mehr als 80 Prozent erreichten Frauen über 40 Jahre. Junge Menschen zeigten deutlich weniger Interesse an der kaiserlichen Familie. Personen zwischen 18 und 29 Jahren machen nur 60 Prozent aus.

Zahlen schwanken je nach Ereignis

In der ersten Umfrage 1959 gaben 60 Prozent der damals Befragten an, dass sie die kaiserliche Familie kennen. In den Jahren 1978 und 1982 sank die Zahl auf 40 bis 50 Prozent. Selbst zur Krönung von Akihito 1989 erreichter der Prozentwert nur 54 Prozent. Erst kurz vor der Hochzeit von Kronprinz Naruhito und Kronprinzessin Masako 1994 gab es einen neuen Rekord von 71 Prozent.

Auffällig ist bei den vergangenen Umfragen, dass die Zahl grundsätzlich steigt, wenn ein wichtiges Ereignis ansteht. In Jahren, wo es eher ruhiger zugeht, sinken die Zahlen eher. Doch nicht nur nach dem Interesse an der Kaiserfamilie fragte die Zeitung. Ebenfalls fragten sie nach der Abdankung. 61 Prozent gaben an, dass der Staat den Kaiser abdanken lassen soll, wenn er es will. Für einen weiblichen Kaiser waren dagegen 76 Prozent.

Erwartungen an den Kaiser

Nur 53 Prozent gaben an, dass die Regierung solche Entscheidungen vorsichtig nach den Umständen treffen soll. Zu der, von der Regierung finanzierten, Reiszeremonie zeigte sich nur knapp die Hälfte positiv. 53 Prozent fanden die Entscheidung gut und 38 Prozent nicht. Auf die Frage, ob weibliche Mitglieder ihren eigenen Familienzweig nach der Hochzeit gründen dürfen, stimmten 50 Prozent mit ja und 37 Prozent mit nein ab.

Am Ende wollte die Zeitung noch wissen, was die Menschen von dem Kaiser erwarten. 66 Prozent finden, er soll Menschen in Katastrophen besuchen, um sie zu ermutigen. Das Besuchen von anderen Ländern und Treffen von wichtigen ausländischen Menschen erwarten 55 Prozent. Weitere 52 Prozent gaben an, dass der Kaiser für Frieden bei Gedenkgottesdiensten für die Kriegstoten beten soll.

Quelle: Asahi Shimbun

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