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HomeNachrichten aus JapanMehrheit der Japaner will nach Bestechungsskandal eine Überdenkung der Casinos

Teilnehmer wurden ebenfalls zum Kirschblüten-Skandal befragt

Mehrheit der Japaner will nach Bestechungsskandal eine Überdenkung der Casinos

Japan arbeitet aktuell an der Umsetzung von drei Casino-Resorts, die viele Touristen anlocken sollen. Obwohl immer noch nach geeigneten Standorten gesucht wird und der Bau noch nicht begonnen hat, gibt es schon den ersten Bestechungsskandal. In die Angelegenheit sind ein chinesisches Unternehmen und mehrere japanische Abgeordnete verwickelt. Das Vertrauen ist bei der Bevölkerung nicht mehr besonders groß und mehr als die Hälfte will, dass das Projekt überdacht wird.

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Die Mainichi Shimbun führte zwischen dem 18. Januar und dem 19. Januar eine Umfrage zu den Casino-Resorts durch. 1087 Personen ab 18 Jahren nahmen an der Befragung über das Telefon teil.

Von den Befragten gaben 63 Prozent an, dass das Projekt überdacht werden sollte und die Regierung die Pläne noch einmal prüfen soll. Nur 22 Prozent gaben an, dass sie die Casinos bei der aktuellen Planung unterstützen. Bei den Personen, die das Kabinett von Premierminister Shinzo Abe unterstützen, war die Mehrheit für eine Überdenkung. Die Gegner schlossen sich zu 83 Prozent der Meinung an.

Nicht einmal die Hälfte interessiert sich für die Parteien

Bei der Umfrage ging es der Mainichi Shimbun allerdings nicht nur um die Casinos. Sie wollte ebenfalls wissen, wie die Menschen zum Kirschblüten-Skandal rund um Abe stehen. 45 Prozent wollten, dass es weiterhin zu Diskussionen dazu bei Landtagssitzungen kommt.

44 Prozent sprachen sie dagegen aus und nannten es unnötig. Befürworter der LDP sind zu 66 Prozent dagegen gewesen. 25 Prozent waren für weitere Beratungen. Bei den unabhängigen Befragten waren 45 Prozent für Diskussionen.

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Der Fall mit den Kirschblütenpartys, die mit hohen Summen Steuergeld bezahlen wurden und fragwürdige Gäste hatten, ist immer noch nicht geklärt. Ermittlungen werden dabei augenscheinlich erschwert oder verhindert.

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Die Zahlen zur allgemeinen Unterstützung des Kabinetts blieben gleich. 41 Prozent stehen zu dem Kabinett und 37 Prozent nicht. Die restlichen 21 Prozent machten die Personen aus, die Interesse an Abe haben.

Die LDP selbst kommt auf 34 Prozent Unterstützung. Die Opposition, die Konstitutionell-Demokratische Partei, erreichte drei Prozent und Hippon Ishin erreichte zwei Prozent. Die Kommunistische Partei Japans, die LDP Komeito und die Demokratische Partei für das Volk kamen ebenfalls auf zwei Prozent. Den größten Anteil machten allerdings die Befragten aus, die keine Partei unterstützen, mit 40 Prozent.

MS

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