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Mehrheit der japanischen Unternehmen geht gegen Mobbing vor

Machtmissbrauch und Mobbing sind leider in einigen Unternehmen in Japan keine Seltenheit. Doch viele Arbeitgeber wollen das ändern und Gegenmaßnahmen ergreifen. Die Advantage Risk Management Group fand das in einer Umfrage heraus.

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Insgesamt befragte das Unternehmen über 260 verschiedene Firmen, die ihre Newsletter abonniert hatten. 63 Prozent von ihnen haben weniger als 1.000 Angestellte, während die restlichen 37 Prozent mehr als 1.000 verzeichnen. 70 Prozent von ihnen waren für eine Firmenpolitik, die gegen Machtmissbrauch und Mobbing vorgeht.

Während sich größere Unternehmen Mühe geben, sieht es bei besonders kleinen anders aus. Nur 33 Prozent der Firmen mit 50 oder weniger Mitarbeitern besaßen Gegenmaßnahmen. Die Unternehmen, die ein System besaßen, waren damit nicht unbedingt zufrieden. 38 Prozent von ihnen fanden die Maßnahmen nicht ausreichend. Besonders bei Firmen im produzierenden Gewerbe gibt es einen deutlichen Mangel. Fast 50 Prozent besitzen kein System gegen Mobbing und Machtmissbrauch.

Viele sind für offizielle Gesetze als Unterstützung

Zu den häufigsten Gegenmaßnahmen gehören eine Beratung zum Thema Machtmissbrauch und Mobbing, Standpunkte in den Unternehmensregeln und Schulungen für die Führungspositionen. Allerdings gaben um die 70 Prozent an, dass es schwierig ist, die Grenze zwischen Disziplin und Machtmissbrauch zu ziehen. Deswegen unterstützen 69 Prozent ein Gesetz gegen Machtmissbrauch von der Regierung, das Unternehmen zu Maßnahmen auffordert. Einige hoffen so, dass es leichter ist und es ein System mit gemeinsamen Richtlinien und rechtlicher Unterstützung gibt. Lediglich vier Prozent waren strikt gegen das Gesetz.

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51 Prozent erwarten von den Maßnahmen der Regierung unter anderem die Offenlegung von schlechten Firmen oder Verwaltungsdisziplin. Kleine Unternehmen waren mehr für staatliche Subventionen für die richtige Ausbildung. Größere Unternehmen schlugen hingegen eine Verringerung der Versicherungszahlungen für Unternehmen mit einer guten Bilanz vor.

Shinji Torigoe, CEO und Representative Director von Advantage Risk Management, versteht die Forderungen. Vor allem stimmt er den gemeinsamen Richtlinien zu, da viele Vorgesetzte aus Angst vor einer Beschuldigung des Mobbings oder Machtmissbrauchs die Kommunikation zu Mitarbeiten verlieren. Auf der anderen Seite soll für die Angestellten ebenfalls klar sein, was Mobbing und Machtmissbrauch ist und wie sie damit umgehen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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