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Mehrheit der jungen Aale in Japan wurde vermutlich illegal importiert

Neben Thunfisch und Lachs gehört der Aal zu den beliebtesten Fischen in Japan. Vor allem im Sommer erfreut sich gegrillter Aal großer Beliebtheit. Aus dem Grund sind aktuell viele Fischereien damit beschäftigt, junge Aale zu großen Fischen heranzuzüchten. Allerdings soll die Mehrheit der Tiere illegal aus Taiwan stammen, wie eine Untersuchung nun ergab.

Grund für die Annahme sind offizielle Zahlen vom japanischen Finanzministerium. Laut Japan importierten die lokalen Aufzuchtfarmen in den letzten Monaten sechs Tonnen an jungen Aalen. Im Dezember waren es 1,6 Tonnen und im Januar 4,4 Tonnen. Fünf Tonnen davon sollen aus Hongkong stammen. Das Skurrile an der Sache ist jedoch, dass Hongkong keine einzige Aalfischerei besitzt. Deswegen kommt nun der Verdacht auf, dass die Fische eigentlich illegal aus Taiwan kommen.

Der Import ist deswegen illegal, weil Taiwan den Export mit schlangenartigen Fischen verbietet. Grund für das Verbot ist hingegen die Entscheidung der Internationalen Union für Naturschutz, sie als gefährdet einzustufen. Sie sind mittlerweile stark überfischt und ihre Lebensraumbedingungen verschlechtern sich. Den Import von Aalen verbietet Japan hingegen jedoch nicht und seit dem Verbot von 2007 steigt der illegale Export an.

Japan fängt immer weniger eigene Aale

Insgesamt sollen um die 80 Prozent der 6,2 Tonnen an jungen Aalen illegal aus Taiwan stammen. Die restlichen Fische fingen lokale Fischereien in Japan selbst. Das Fangen von jungen Aalen ist seit Jahren rückläufig. Gerade mal eine Tonne kam in den letzten Monaten zusammen. Experten gehen davon aus, dass es dieses Jahr zu einem Rekordtief kommt.

Professor Kenzo Kaifu für Naturschutzökologie sieht darin ein großes Problem. Laut ihm befindet sich Japan in einer kritischen Situation, da immer mehr Aale vermutlich illegal sind. Wenn Japan nicht handelt, können sich die Forderungen nach einem rechtsverbindlichen internationalen Rahmen verstärken. Da die Regierung aktuell keine Maßnahmen plant, sollen die Verbraucher sich strikt gegen den illegalen Import stellen.

Auf internationale Proteste muss sich Japan in der Zukunft jedoch vorbereiten. Vor allem auf der Washington Convention in Sri Lanka im Mai kommt es wahrscheinlich zu kritischen Reaktionen. Die Washington Convention ist das offizielle Treffen der Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora. Mitglieder des Abkommens setzten sich für den Artenschutz auf der ganzen Welt ein. Es ist demnach sehr wahrscheinlich, dass zahlreiche Länder von Japan wissen wollen, woher nun genau die Aale kommen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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