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Mehrzahl der Krebspatienten arbeitet während der Behandlung weiter

Obwohl Krebs zu den aggressivsten Krankheiten der Menschheit gehört, gibt es mittlerweile Möglichkeiten zumindest einige Formen zu behandeln. Chemotherapie und Operation sind allerdings anstrengend für die Patienten und oft brauchen sie eine Weile um sich komplett zu erholen. Umso überraschender ist nun das Ergebnis einer Umfrage des japanischen Gesundheitsministeriums. Laut dieser arbeitet die Mehrzahl der Krebspatienten in stationärer Behandlung weiter.

Am Samstag gab das Ministerium bekannt, dass um die 82 Prozent der 1.030 befragten Krebs- und Herzpatienten im Krankenhaus weiter arbeiten. Die Befragten waren dabei in den letzten fünf Jahren stationär in Behandlung und zwischen 20 und 64 Jahre alt.

Die Patienten gaben an, dass sie unter anderem berufsbezogene Berichte schreiben oder Vorbereitungen für die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz treffen. 91,1 Prozent sagten, dass sie ihr Smartphone zum Arbeiten nutzen. Ihre Aufgaben erledigten sie meisten von ihren Zimmern aus oder den Gemeinschaftsräumen.

Viele haben ein schlechtes Gewissen

Es ist die erste große Umfrage dieser Art vom Ministerium. Sie war allerdings bis vor Kurzem nicht öffentlich bekannt. Experten erschreckt das Ergebnis teilweise nun. Sie fordern ein besseres Umfeld für die Erkrankten ohne Arbeitsstress. Die Regierung hingegen fördert den Balanceakt zwischen Arbeit und der Behandlung.

Naomi Sakurai vom Cancer Survivors Recruiting Project sieht die Ergebnisse ebenfalls kritisch. Sie ist die Direktorin der Organisation, die an Krebs erkrankte Angestellte unterstützt. Sakurai ist sich sicher, dass die Umfrage die Situation realistisch widerspiegelt. Laut ihr glauben Patienten, dass sie ihren Arbeitsplatz durch ihre Behandlung im Krankenhaus in Schwierigkeiten bringen. Aus dem Grund denken einige, dass sie selbst während der Therapie noch als Ausgleich arbeiten sollten.

Sakurai will allerdings die Betroffenen nicht vergessen lassen, dass ihre Behandlung Priorität hat. Stress und Arbeit könnten dazu die Genesung negativ beeinflussen. Das Gesundheitsministerium selbst zog bis jetzt keine eigene Bilanz aus der Umfrage. Es ist also fragwürdig, ob die Regierung der Forderungen der Experten nachkommt.

Quelle: Mainichi Shimbun

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