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Warnungen werden ignoriert

Menschen erobern die Städte in Japan zurück

Viele Menschen haben am ersten Wochenende ohne Ausnahmezustand die Straßen der Städte in Japan zurückerobert. Viele nutzten die Zeit um unbeschwert essen, trinken und einkaufen zu gehen.

Trotz der scheinbar entspannten Atmosphäre gelten in den meisten Präfekturen immer noch Corona-Maßnahmen, wenn auch eher sehr lockere.

Menschen lassen ihre Vorsicht fallen

Die Maßnahmen sorgten dafür, dass die meisten Menschen mit einer Maske unterwegs waren und auch die soziale Distanzierung weiterhin eingehalten wurde, jedenfalls so weit wie es möglich war.

Nachdem der Ausnahmezustand beendet wurde, gab es viele Warnungen, dass die Infektionszahlen schnell wieder ansteigen könnten, wenn man jetzt unachtsam ist.

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Doch der Menge der Menschen am Scamble Crossing in Shibuya nach zu urteilen, haben viele genug von den Warnungen.

Eine Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft in der Nähe der Kreuzung zeigte sich nicht beeindruckt von der Rückkehr der großen Menschenmassen. „Die Leute scheinen ihre Vorsicht fallen zu lassen“, so die Frau „Ich bin wirklich besorgt über einen großen Anstieg der neuen Fälle.“

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Eine berechtigte Sorge, denn die Infektionszahlen in Tokyo steigen wieder an.

Daten zeigen einen deutlichen Anstieg

Eine Schätzung der Fußgängerströme, die anhand der Standorte von Mobiltelefonbenutzern von NTT Docomo Inc. ermittelt wurde, zeigte am 26. Juni an neun untersuchten Standorten im ganzen Land einen starken Anstieg im Vergleich zur Vorwoche.

Zwischen 9 und 17 Uhr versammelten sich an diesem Tag 48 Prozent mehr Menschen vor dem JR-Bahnhof Osaka, weit mehr als an anderen untersuchten Orten.

In der Nähe des Vergnügungsviertels Shijokawaramachi in Kyoto waren es 24 Prozent, in der Nähe der Shibuya Scramble Crossing in Tokyo 12 Prozent, in der Nähe des JR-Bahnhofs Tokyo 16 Prozent, in der Nähe des JR-Bahnhofs Nagoya 16 Prozent, in der Nähe des JR-Bahnhofs Sannomiya in Kobe 10 Prozent und im Stadtteil Tenjin in Fukuoka 12 Prozent.

Okinawa, die einzige Präfektur, die sich noch im Ausnahmezustand befindet, verzeichnete ebenfalls einen Anstieg des Fußgängerverkehrs mit 6 Prozent in Kokusaidori, der Hauptstraße in der Präfekturhauptstadt Naha.

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