Stats

Anzeige
Home News Menschen in Fukushima erleiden durch den Taifun neuen Tiefschlag

Erneuter Schlag für die japanische Präfektur

Menschen in Fukushima erleiden durch den Taifun neuen Tiefschlag

Die Präfektur Fukushima ist bereits durch den Atomunfall im Kernkraftwerk Daiichi 2011 schwer getroffen worden. Doch viele Menschen haben ihr Möglichstes getan und der Präfektur wieder Leben eingehaucht. Der Taifun Hagibis hat die Präfektur jedoch schwer getroffen und vielerorts die Bemühungen zunichte gemacht.

Viele Menschen in der Präfektur stehen nach dem Taifun vor den Trümmern ihrer Existenz. So auch ein Mann, der in dritter Generation eine Autowerkstatt in der Präfektur besitzt.

Viele Menschen in Fukushima haben durch den Taifun erneut verloren

Erst vor zwei Jahren hatte er ein Darlehen zurückgezahlt, das er aufnehmen musste, um seine kleine Firma nach dem Taifun und Erdbeben vor acht Jahren wieder aufzubauen.

Am Montag begutachtete der Mann das Gebäude seiner Firma, wo das Hochwasser alles verwüstet hat.

„Ich denke, jetzt ist es das Ende“, so der Mann.

Mehr zum Thema:
Dekontaminationsabfall aus Fukushima nach Taifun in Fluss gespült

Der Taifun Hagibis zog durch Japan in einer Zeit, in denen die japanische Regierung die Krise von 2011 für überstanden erklären wollte.

Kritiker hatten bereits angemerkt, dass dieser Vorstoß viel zu blauäugig sei, immerhin sind die Aufräumarbeiten am Kernkraftwerk Daiichi noch lange nicht abgeschlossen.

Jetzt muss die Region wieder aufgebaut werden, um sich vom Taifun zu erholen. Der Sturm überschwemmte mehrere Gemeinden in Fukushima. Laut NHK starben alleine in der Präfektur über 25 Menschen.

Gefühl der Resignation spürbar

Ein Krankenhaus, das durch den damaligen Tsunami und das Erdbeben beschädigt wurde, ist dieses Mal völlig überschwemmt worden.

Doch trotz der Häufung von Naturkatastrophen und von Menschen verursachten Katastrophen können es sich viele Menschen und Firmen nicht leisten umzuziehen.

Dieses Gefühl der Resignation war an der Takase-Grundschule in Koriyama zu spüren, wo etwa 400 Menschen Schutz vor dem Taifun suchten und mehr als 230 am Montag blieben.

Obwohl die Gesamtbevölkerung der Region zurückgegangen ist und die über 65-Jährigen mittlerweile fast ein Drittel der Bevölkerung ausmachen, hat Fukushima einige neue Bewohner angezogen, die hoffen, dass es noch immer zu einer Wiederbelebung kommt.

TJT

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren