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Bevölkerung ist unzufrieden

Menschen in Fukushima sehen keinen Erfolg in den Olympischen Spielen

NHK: Mit den Paralympics sind seit dem Wochenende die Tokyo Games 2020 endgültig zu Ende. Zufrieden mit dem Event sind aber nicht alle. In Fukushima und den anderen ehemaligen Katastrophengebieten von 2011 sieht man nichts von den versprochenen Wirkungen.

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Ende letzten Monats führte der Sender NHK eine Online-Umfrage in den Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima durch. Genau 1.000 Personen aus den ehemaligen Katastrophengebieten nahmen an der Befragung teil, wobei der Altersdurchschnitt bei etwa 50 Jahren lag.

Menschen in Fukushima, Iwate und Miyagi sind unzufrieden

Die Mehrheit der Befragten gab mit 63 Prozent an, dass die Spiele nicht zu den Wiederaufbaubemühungen beigetragen haben. Nur elf Prozent sagten das Gegenteil. Auch bei der Frage, ob Japan mit dem Event seine Dankbarkeit für die damalige Unterstützung und die eigenen Bemühungen ausdrücken konnten, antworteten nur 16 Prozent mit Ja.

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Genauso negativ waren die Reaktionen auf die Werbekampagne zu den Spielen, mit der lokales Essen gefördert werden sollte. 19 Prozent sahen die Kampagne als erfolgreich an. Im Olympischen Dorf selbst wurden Lebensmittel aus den Regionen verwendet, was nicht bei allen Länder gut ankam.

Unzufriedenheit war schon vor den Spielen vorhanden

Zum Fackellauf durch Fukushima und die anderen Präfekturen gab die Mehrheit der Befragten an, dass er der Bevölkerung keinen Mut gemacht hat. Bloß 25 Prozent äußerten sich zu dem Lauf und den anderen Sportveranstaltungen positiv.

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Die Regierung hatte die Spiele groß als Spiele des Wiederaufbaus beworben und darauf gebaut, dass sie die Wirtschaft in der Region ankurbeln. Da jedoch aufgrund der Pandemie keine Touristen anreisen konnten und auch die Sportler keine Ausflüge machen durften, machte das Event den Menschen nur mehr Ärger.

Zusätzlich haben viele schon vor den Spielen die Ansicht gehabt, dass Japan die Wiederaufbaubemühungen als Vorwand benutzt hat, um das Event zu bekommen. Die Unfähigkeit der Regierung in der Pandemie und Durchführung der Tokyo Games trotz starker Proteste aus der Bevölkerung, hat den Eindruck noch weiter verstärkt.

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