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Japan wählt Ende Oktober

Menschen in Japan hoffen durch die Parlamentswahlen auf bessere Zeiten

Japans neuer Premierminister hat das Repräsentantenhaus aufgelöst, damit findet die Parlamentswahlen am 31. Oktober statt. Die Menschen, besonders die, die durch die Pandemie in Probleme geraten sind, erhoffen sich durch die Wahl bessere Zeiten.

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Besonders betroffen sind die Beschäftigten im medizinischen Bereich und in der Altenpflege, da die Pandemie die eh schon hohe Arbeitsbelastung noch ein mal verstärkt hat und die Löhne sind gering.

Medizinisches Personal setzt große Hoffnung in die Parlamentswahlen

Viele der Beschäftigten erhoffen sich, dass nach den Parlamentswahlen die Löhne angehoben und die Arbeitsbelastung verringert wird. Dazu gehört auch, dass sich das Land besser auf eine mögliche sechste Infektionswelle vorbereitet, um eine erneute Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

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Zu den weiteren Branchen, die durch die Pandemie große Probleme bekommen haben, gehört auch der Tourismus. Touristen aus dem Ausland dürfen seit längerer Zeit nicht nach Japan einreisen und wann es wieder so sein wird, kann man aktuell nur mutmaßen.

Zwar hat die japanische Regierung im vergangenen Jahr mit der „Go to Travel“ Reisesubvention versucht, die Tourismusbranche zu stärken, aber von den Subventionen haben nur wenige profitiert.

Regierung muss Pandemieszenarien untersuchen

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Viele Inhaber kleiner Geschäfte erhoffen sich daher von den Parlamentswahlen, dass die Regierung danach so schnell wie nur  möglich ein Subventionspaket auf den Weg schickt, um besonders die ländliche Wirtschaft wieder Schub zu geben.

Die gleiche Forderung kommt aus dem Gaststättengewerbe, die besonders unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelitten haben.

Restaurants mussten lange Zeit bereits um 20 Uhr schließen und durften keinen Alkohol ausschenken, um die so entstandenen Einnahmeverluste auszugleichen, zahlte die Regierung eine Art Entschädigung. Allerdings was diese nicht nur viel zu gering bemessen, es gab auch einige Probleme bei der Auszahlung.

Dabei bezweifeln viele Gaststättenbetreiber die Aussage der Regierung, dass Restaurants und Bars dafür verantwortlich sind, dass sich das Virus so schnell ausbreitete.

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Viele hoffen darauf, dass die Regierung nach den Parlamentswahlen mit der Frage befasst, warum die Neuinfektionen so schnell zurückgegangen sind.

Studenten wollen wieder in den Präsenzunterricht

Studenten haben durch die Pandemie viel Zeit mit Online-Kursen verbracht und kaum die Gelegenheit gehabt, mit Professoren zu beraten, oder Freunde zu treffen.

Von den Wahlen erhoffen sich viele, dass man sich darum bemüht, den Präsenzunterricht wieder möglich zu machen und Maßnahmen zu ergreifen, damit eine neue Infektionswelle vermieden wird.

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