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Menschen in Südkorea fordern einen Boykott gegen Japan

Aktien von Tourismusanbieter fallen

In Südkorea wird die Forderung nach einem Boykott japanischer Produkte als Reaktion auf die japanischen Exportbeschränkungen immer lauter.

Japan hatte Anfang der Woche beschlossen, wegen des Streits um die Entschädigung von Zwangsarbeitern, die in japanischen Firmen während der Besatzungszeit in Korea arbeiten mussten, Exportbeschränkungen auf Produkte einzuführen, die für Herstellung von Halbleitern und Smartphones benötigt werden. Mit dieser Maßnahme will Japan Druck auf Südkorea ausüben, da das  Land die Forderung Japans nach einem Schiedsverfahren nicht nachgekommen ist.

Südkorea kündigte als Reaktion an, die Welthandelsorganisation einzuschalten und denkt mittlerweile über eigene Exportbeschränkungen nach.

Exportbeschränkungen treffen nicht nur südkoreanische Firmen

Besonders davon betroffen sind Firmen wie Samsung und SK Hynix, die weltweit führenden Hersteller von Speicherchips und Zulieferer von zum Beispiel Apple. Mittlerweile denkt Südkorea ebenfalls über Exportbeschränkungen für Japan nach.

Mittlerweile werden allerdings Stimmen in der südkoreanischen Gesellschaft immer lauter, die fordern, dass man japanische Produkte boykottieren sollte.

Petition für einen Boykott von japanischen Produkten

Fast 25.000 Menschen hatten bis Freitag eine Petition auf der Website des südkoreanischen Präsidentenbüros unterschrieben, in der zum Boykott japanischer Produkte aufgerufen wurde. Außerdem wird gefordert, dass man auf eine Reise nach Japan verzichten sollte.

Die südkoreanische Regierung muss auf eine Petition antworten, wenn sie in einem Monat 200.000 Unterschriften erhält.

Auch auf den Social Media Plattformen wird die Kritik gegen Japan lauter. Eine Nutzerin schrieb „Boykott Japan“ mit einem Link zu einer Liste, die japanische Unternehmen enthält.

Der Begriff „Japan boycott movement“ gehört mittlerweile zu den am häufigsten gesuchten Begriffen in der südkoreanischen Suchmaschine Naver.

Der Unmut der Südkoreaner geht mittlerweile so weit, dass ein Schauspieler nach Kritik Fotos löschen musste, die ihm bei einem Besuch in Japan zeigten.

Tourismusunternehmen verlieren Vertrauen

Die Aktien einiger Tourismusunternehmen fielen diese Woche am südkoreanischen Aktienmarkt, da die Anleger besorgt sind, dass das Reisegeschäft nach Japan einbrechen wird.

Die Aktionen der größten Reiseagentur Hana Tour fielen am Donnerstag um 3,4 Prozent.

Südkorea importierte 2018 Waren im Wert von 54,6 Milliarden US.-Dollar aus Japan und für 11,5 Milliarden US-Dollar Dienstleistungen.

Südkorea exportierte im gleichen Zeitraum Waren im Wert von 30,5 Milliarden US-Doller und Dienstleistungen im Wert von 8,7 Milliarden US-Dollar nach Japan.

Quelle: JT, Kyodo

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