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Klares Zeichen gegen Rassismus in Yokohama

Menschen in Yokohama zeigen Solidarität mit chinesischen Restaurant, dass Rassismus ausgesetzt ist

Immer wieder sehen sich chinesische Restaurants in Yokohama Rassismus ausgesetzt, doch die Einwohner der Stadt zeigen ziemlich deutlich, dass dieser Rassismus keinen Platz in der Stadt hat.

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Durch die Ausbreitung des Coronavirus in Japan bekommen sie fast täglich Briefe, in denen die Betreiber für den Virus verantwortlich gemacht werden und in denen es heißt „sie sollen nach China verschwinden.“

Große Welle der Solidarität gegen Rassismus

Das Restaurant Kaiinkaku hat ebenfalls solche Briefe bekommen, in dem es hieß, dass „Chinesen Bakterien sind“. Der Besitzer schrieb daraufhin auf Twitter, dass er traurig sei, Rassismus erleben zu müssen und veröffentliche ein Bild des Briefes.

Das Restaurant erhielt daraufhin Postkarten mit Botschaften wie „Es gibt kein Yokohama ohne Chinatown“ und die Kunden ermutigten die Mitarbeiter.

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Am Mittwoch standen zahlreiche Kunden, die das Restaurant unterstützen, vor der Öffnung in einer langen Schlange vor der Tür. Die 10 Plätze im ersten Stock waren bis nach 13 Uhr besetzt

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Während viele Restaurants in Chinatown von Yokohama wegen des Rückgangs der Kunden aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus vorübergehend geschlossen haben, ist Kaiinkaku seit Tagen voll.

„Dank der Unterstützungen ist die Anzahl der Kunden auf dem gleichen Niveau wie vor dem Ausbruch“, sagte Li, der Besitzer des Restaurants.

Ein Paar, das am Mittwoch das Restaurant besuchte, sagte, es sei entsetzlich, dass jemand in einer schwierigen Zeit Hasspost verschicken würde.

Ausbreitung des Coronavirus wird von Rassisten ausgenutzt

„Es gibt keinen Grund für das Restaurant, verleumdet zu werden“, sagte ein 57-jähriger Mann aus Nagoya. „Ich konnte endlich in dieses Restaurant gehen, nachdem ich von einem Bekannten gehört hatte, dass es die Nummer eins in Chinatown ist.“

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Das aus der chinesischen Stadt Wuhan stammende Virus hat sich weltweit verbreitet. Die Gesamtzahl der Infektionen in Japan hat 1.300 überschritten, darunter rund 700 vom Kreuzfahrtschiff Diamond Princess, das im Februar im Hafen von Yokohama unter 14-tägiger Quarantäne stand.

Mittlerweile nutzen einige Menschen den Virus dafür aus, ihren Hass auf Menschen, die nicht aus Japan stammen, laut werden zu lassen.

MA

 

 

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