Merkur-Erkundung mit Robotern aus Japan und Europa

Eine Ariane 5 Rakete mit zwei Robotern aus Japan und Europa startete am Freitag in Richtung Merkur. Dort sind die Erkundungsroboter Teil einer siebenjährigen Reise zum Mars, auf der sie über 9 Milliarden Kilometer zurücklegen.

Die Rakete startete vom Kourou Raumfahrtzentrum in Französisch-Guyana. Sobald sie am Merkur angekommen ist, umkreist sie den Planeten für ein Jahr und sammelt dort Daten. Dabei erhoffen sie sich, dass „detaillierte Beobachtungen an der Oberfläche und im Inneren des Merkurs uns helfen werden, die Umwelt des Planeten und schließlich den Ursprung unseres Sonnensystems, inklusive der Erde, besser zu verstehen.“, so Hiroshi Yamakawa, Präsident der JAXA.

Rakete Merkur start
Quelle: Kyodo News

Die gemeinsame Japan-Europa Mission zum Merkur trägt den Namen BepiColombo, nach Giuseppe „Bepi“ Colombo. Er war Mathematiker und spielte eine wichtige Rolle in der Planung der vielen Vorbeiflüge der allerersten Sonde, die man zu dem Planeten aussandte. Diese erste Mission zu dem Planeten, der der Sonne am nächsten ist, fand 1974 und 1975 von der Mariner der USA statt. Von 2011 bis 2015 startete die Messenger, ebenfalls aus den USA, zur zweiten Erkundung. Die BepiColombo ist seitdem die dritte Erforschungsmission zum Merkur. Bisher konnten zum Beispiel Beweise für gefrorenes Wasser entdeckt werden. Von der neuen Mission erhofft man sich weitere Erkenntnisse.

Der Erforschungsroboter von Japans Aerospace Exploraiton Agency JAXA, Mio, ist 1,8 Meter breit und 2,4 Meter hoch und kann seine Antenne auf bis zu 15 Meter verlängern. Die säulenförmige Sonde ist dazu designt, das Magnetfeld des Planeten und die dünne Atmosphäre zu untersuchen. Die Sonde der European Space Agency ESA ist ausgestattet mit Kameras und einem Höhenmesser. Ihr Forschungsroboter misst 2,4 x 2,2 x 1,7 Meter und soll das Terrain des Merkur untersuchen und nach Mineralien suchen. Der ESA Generaldirektor Jan Worner sagte „Außerhalb der herausfordernden Reise wird diese Mission eine riesige Belohnung für die Wissenschaft zurückbringen.“

Quelle: KyodoNews

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