Anzeige
HomeNachrichten aus JapanMetro in Osaka testet Zugangskontrolle durch Gesichtserkennung

Nie wieder Kramen nach dem richtigen Ticket

Metro in Osaka testet Zugangskontrolle durch Gesichtserkennung

Bald sollen die Menschen in Osaka fürs Zugfahren nur noch ihr Gesicht benötigen, kein lästiges Suchen mehr nach der IC-Karte oder dem Bahn-Ticket.

Anzeige

Die Metro Osaka startete einen Probelauf für ein Gesichtserkennungssystem, mit dem die Fahrgäste bald schneller und effizienter Zugang zu den Bahnsteigen erhalten sollen. Der Test startete Anfang Dezember. Dafür wurden an vier Stationen in der Stadt spezielle Geräte aufgestellt, die Gesichter erkennen können. Teilnehmende Fahrgäste konnten sich vorher mit einem Bild online registrieren lassen.

Versuchsphase läuft bereits

Bisher steht diese Möglichkeit allerdings nur Mitarbeitern des Bahnbetreibers offen. Diese erste Probephase soll noch bis September 2020 laufen. Die Metro plant, das System bis zum Start des Geschäftsjahres 2024 an allen Bahnstationen in Osaka einzuführen. Während des Probelaufs sollen mögliche Probleme erkannt und bis zum offiziellen Start gelöst werden.

Bisher ist es der erste Verifikation-Test eines japanischen Bahnbetreibers mit einer Gesichtserkennung-Software. Der Betreiber denkt bei seinem neuen System vor allem an Fahrgäste, die mit Gepäck reisen. Anstatt, wie bisher, nach dem Ticket zu suchen, sollen die Menschen einfach nur noch ihr Gesicht zeigen, um das Gate zu passieren.

LESEN SIE AUCH:  Osaka will Züge testweise auch nach Mitternacht fahren lassen

Eine erste Demonstration fand Anfang Dezember in der Station Dome-mae Chiyozaki auf der Nagahori Tsurumi-ryokuchi-Linie statt. Die Kamera hinter dem Gate erkannte innerhalb weniger Sekunden nach dem Herantreten des registrierten Beamten sein Gesicht und gewährte ihm Zugang. Abgeglichen werden dabei Augen, Nase, Gesichtskonturen sowie weitere spezifische Merkmale.

Metro fahren einfach wie nie

Anzeige

Die analysierten Gesichtsmerkmale werden mit einem vorher registrierten Bild verglichen. Sobald das System eine Überstimmung findet, zeigt der Bildschirm sein „OK“ an und das Gate öffnet sich. Gemäß einer Meldung der Metro arbeitet man aktuell an bestimmten Herausforderungen, die sich im Alltag ergeben, so zum Beispiel, wenn die untere Gesichtshälfte durch eine Maske bedeckt ist. Allerdings ist man optimistisch, dass diese Probleme während der Versuchsphase behoben werden können.

Die Technologie zur Gesichtserkennung hat sich bereits an den Flughäfen wie bei dem Ein- und Ausreise-Prozess bewährt. Auch das bargeldlose Bezahlen ist mancherorts nur durch das Zeigen des eigenen Gesichts möglich.

AS

Anzeige
Anzeige