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Journalist wird zum zweiten Mal verhaftet

Militär von Myanmar nimmt erneut japanischen Journalist fest

In Myanmar ist die Situation weiterhin angespannt und wöchentlich kommt es zu neuen Todesfällen bei den Demonstrationen gegen das Militär. Auch für Journalisten ist der Aufenthalt in dem Land immer noch gefährlich. Es wurde nun bestätigt, dass erneut ein japanischer Journalist festgenommen wurde.

Die japanische Botschaft in Myanmar bestätigte, dass Yuki Kitazumi zurzeit im Insein Gefängnis in Yangon festgehalten wird. Zeugen geben an, dass Sicherheitskräfte ihn am Sonntagabend um etwa 19:45 Uhr in seiner Wohnung festgenommen und abgeführt haben.

Japans Regierung fordert eine Freilassung

All seine Sachen wurden wohl ohne eine Begründung beschlagnahmt, nachdem Soldaten und Polizisten seine Räumlichkeiten durchsucht hatten. Wie der derzeitige Gesundheitszustand von Kitazumi ist und warum er festgenommen wurde, ist nicht bekannt.

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Japans Premierminister Yoshihde Suga gab an, dass die Botschaft sich um weiter Informationen bemüht und sie ihr Bestes geben, um Japaner in dem Land zu beschützen. Das Außenministerium hat sich bereits bei dem Militär von Myanmar nach Kitazumi erkundigt, jedoch noch keine Informationen erhalten. Chefkabinettssekretär Katsunobu Kato drängt das Militär dazu, den Journalisten so schnell es geht frei zulassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der freie Journalist festgenommen wird. Bereits im Februar wurde er von den Sicherheitskräften in Gewahrsam genommen, da er sich zur Berichterstattung bei einer Demonstration aufgehalten hatte. Allerdings wurde er noch am selben Tag ohne weitere Erklärung freigelassen.

Journalist wird bereits zum zweiten Mal festgenommen

Es wird befürchtet, dass es diesmal nicht zu einer schnellen Freilassung kommt. Kitazumi hatte trotz des Vorfalls als einer der wenigen ausländischen Journalisten weiter über die Lage in Myanmar über die sozialen Netzwerke und japanische Medien berichtet.

Seine Fotos und Artikel belegten das brutale Vorgehen des Militärs gegen die friedlichen Demonstranten, die sich gegen den Militärputsch wehren. Laut einer lokalen Menschenrechtsgruppe wurden bis zum Sonntag 737 Menschen durch die Sicherheitskräfte ermordet, darunter zahlreiche Kinder.

Japan kritisiert Myanmar scharf

Japan hat bereits mehrmals dazu aufgerufen die Gewalt zu stoppen und Gespräche mit den eigentlichen Regierungsmitgliedern aufzunehmen. Ehemalige Abgeordnete, pro demokratische Politiker und auch die inhaftierte Staatsführerin Aung San Suu Kyi riefen kürzlich die National Unity Government aus.

Zusammen fordern sie eine internationale Anerkennung als legitime Autorität, um wieder Ordnung ins Land zu bringen. In der Zwischenzeit bezeichnet das Militär die Regierung jedoch als illegale terroristische Organisation und es ist geplant das gewalttätige Vorgehen zu verschärfen.

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