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Minato-Bezirk von Tokyo will LGBT-Personen Recht auf Selbstdarstellung garantieren

Menschen sollen sich kleiden dürfen, wie sie sich am wohlsten fühlen

Die Bezirke von Tokyo bemühen sich seit einer Weile darum, für mehr Gleichberechtigung für LGBT Menschen zu sorgen. Der Minato-Bezirk will nun sogar garantieren, dass sie sich durch ihr persönliches Auftreten frei ausdrücken können.

Dafür planen sie, die Gleichstellungsverordnung zu überarbeiten, um das Recht der LGBT-Menschen zu garantieren. Laut einer Quelle müsste es dafür einige Änderungen in der Verordnung geben. Unter anderem müsste es eine neue Regelung für Schuluniformen geben, in der niemand gezwungen wird, geschlechtsspezifische Kleidung zu tragen.

Alle Menschen sollen sich im Bezirk wohlfühlen

Allgemein soll garantiert werden, dass alle Einwohner, Schüler, und Arbeiter in Minato sich so kleiden dürfen, wie sie sich am wohlsten fühlen. Das bedeutet, dass sie die alltägliche Kleidung und Make-up tragen dürfen, die sie möchten, unabhängig von ihrem Geschlecht und ohne Diskriminierungen.

Teil der Änderung könnte zusätzlich ein System zur Anerkennung und Gleichstellung von LGBT-Paaren sein. Im Shibuya-Bezirk gibt es schon ein ähnliches System und Minato akzeptierte bereits 2017 eine Petition für ein derartiges System.

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Die meisten Menschen in Japan haben nur ein begrenztes Wissen über LGBT

2018 führte der Bezirk eine Umfrage zu dem Thema Gleichberechtigung bei LGBT-Personen ab 18 Jahren durch. Viele antworteten dabei, dass sie Diskriminierungen erleben, wie abfällige Kommentare zu ihrem Aussehen.

Ein Beamter erklärte, dass besonders viele Schüler mit ihren Uniformen kämpfen, vor allem wenn sie in die Junior High School kommen. Aufgrund der Umfrage hofft die Gemeinde, mit der Überarbeitung nun ein besseres Umfeld für die Menschen zu schaffen.

Details zu den Änderungen könnte es bereits nächsten Monat geben. Im Februar plant die Gemeinde der Versammlung einen Entwurf der neuen Verordnung vorzulegen. Sollte dieser Entwurf akzeptiert werden, könnte die Verordnung bereits im April in Kraft treten. Damit würde Minato die allererste Gemeinde in Japan werden, die eine derartige Verordnung besitzt und wäre somit der LGBT-freundlichste Bezirk. Bis jetzt ist nämlich die Selbstentfaltung der Menschen nirgendwo in Japan rechtlich geschützt.

JP

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