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Ministerium will Sake-Umsatz mit Tanzvideo ankurbeln

Die Folgen der Corona-Pandemie bekommen mittlerweile auch die Sake-Brauereien zu spüren. Japans Agrarministerium tanzt dagegen an: Mit einem Youtube-Video sollen die Umsätze wieder angekurbelt werden.

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Das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei zeigt auf seinem Youtube-Kanal regelmäßig, was die Farmen, Wälder und Fischereien Japans zu bieten haben. Auch die Besonderheiten der ländlichen Regionen werden regelmäßig in den Fokus gerückt. Jetzt ist das Scheinwerferlicht auf Japans traditionellen Reiswein gerichtet.

Angestellte tanzen mit Sake-Produzenten

Das liegt am sinkenden Umsatz, und genau darauf macht das Ministerium in seinem neuesten Video aufmerksam. Dafür liehen sich die Bediensteten ein Lied der Central Union of Sake Brewers of Japan aus. Eines der Highlights: Im Video tanzen sie gemeinsam mit tatsächlichen Sake-Produzenten.

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Der Sake-Tanz des Agrarministeriums ist seit dem 5. März auf Youtube zu sehen und hat bereits mehr als 47 000 Aufrufe. Der Titel lautet [農水省]国家公務員も踊ってみた〜日本酒ダンス〜 was übersetzt bedeutet: [Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei] Auch nationale Regierungsangestellte tanzten: Japanischer Sake-Tanz. Dieses Genre des Tanzes, „odottemita“ genannt, gibt es bereits seit 2007. Es bedeutet wortwörtlich übersetzt „Ich versuchte zu tanzen“.

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Diese Art von Videos wurden bislang hauptsächlich von Vocaloid- oder J-Pop-Fans ins Netz gestellt. Doch der Mut des Ministeriums kommt beim Publikum gut an. Staatsbedienstete in Japan sind nämlich nicht für ihr lockeres Image bekannt. Ein Blick in die Kommentare auf Youtube zeigt: Der Großteil der Zuschauer empfindet es als angenehme Überraschung, die Bediensteten in lustigen Posen, tanzend und sogar rappend zu sehen.

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Bei der Planung wurde nichts dem Zufall überlassen. Als Berater heuerte das Ministerium den bekannten „odottemita“-Tänzer Bunkei an, bei der Choreographie halfen die Mitglieder von „8naraB“ aus.

Produzent Michitomo steuert Musik bei

Musik und Komposition stammen stammen aus der Feder des renommierten Produzenten Michitomo. Der Kreativplaner und Koordinator von avex entertainment, Satoshi Takagi, unterstützte das Projekt ebenfalls in beratender Tätigkeit.

Zu den weiteren Mitwirkenden des Videos gehören die Japan Sake Shochu Herstellerverband, die Ōsaki-Stadt Matsuyama, die Sake Reis Forschungsgruppe und die japanischen landwirtschaftlichen Genossenschaften.

Japanische Instrumente treffen auf Rap

Die Kombination aus Rap und japanischen Instrumenten scheint genau aufzugehen, mit dem Video ist dem Ministerium ein viraler Hit gelungen. So mancher Japaner fühlte sich nach dem Ansehen dazu animiert, gleich ganze Boxen mit dem traditionellen Reiswein zu kaufen. Einen Bauern rührte das Video gar zu Tränen, wie er in einem Kommentar bei Youtube zugab.

Weitere Videos des Agrarministeriums gibt es auf dem Youtube-Kanal Buzz Maff.

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