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HomeNachrichten aus JapanMissbrauch ausländischer Auszubildender bei 7 Unternehmen in Japan aufgedeckt

Gehalt einbehalten und zu unbezahlten Überstunden gezwungen

Missbrauch ausländischer Auszubildender bei 7 Unternehmen in Japan aufgedeckt

Wieder gibt es mehrere Fälle, bei denen Unternehmen in Japan ausländische Auszubildende ausgenutzt haben. Der Fall wurde gestern bekannt, nachdem Strafen gegen sieben Unternehmen verhängt wurden.

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Die Unternehmen dürfen nun fünf Jahre lang keine neuen Auszubildenden aufnehmen. Da in Japan ein großer Arbeitskräftemangel herrscht, kann diese Strafe große Auswirkungen haben.

Auszubildenden wurde Gehalt unterschlagen

Ein Unternehmen in der Präfektur Tokushima hatte in diesem Jahr 16 Auszubildenden weit unter dem Mindestlohn bezahlt. Das gesamte einbehaltene Gehalt beläuft sich auf 4 Millionen Yen (ca. 33.288 Euro).

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Eine andere Firma in der Präfektur Nara setzte 2017 ein Grundgehalt zwischen 60.000 und 70.000 Yen pro Monat für drei Auszubildende fest. Das Unternehmen hatten allerdings ein anderes Gehalt angegeben. Der Gesamtbetrag des einbehaltenen Gehalts beläuft sich auf 9 Millionen Yen.

Die drei Angestellten arbeiteten im Durchschnitt etwa 80 Überstunden pro Monat und für einige Monate sogar 100 Stunden.

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In einem Unternehmen in der Präfektur Toyama machten Auszubildende 2018 mehrere Monate lang mehr als 80 Überstunden. Das Unternehmen verstieß damit gegen die Arbeitszeitregelung.

Fahren ohne Führerschein

Ein Unternehmen der Präfektur Gunma zahlte vier Auszubildenden insgesamt 500.000 Yen nicht aus. Ein weiteres Unternehmen verlangte von einem Auszubildenden, dass er einen Gabelstapler ohne Führerschein fuhr, was zu einem Unfall führte, bei dem ein Arbeiter verletzt wurde.

Ende 2018 gab es in Japan rund 330.000 technische Auszubildende. In diesem Jahr flohen 9.052 Auszubildende von ihren zugewiesenen Arbeitsplätzen, wobei die Zahl dieser Fälle seit 2012 immer mehr zunimmt.

Um die Situation zu verbessern, haben die Agentur und das Ministerium bereits elf Unternehmen und privaten Betreibern die Aufnahme neuer Auszubildender untersagt und drei Organisationen, die Auszubildende nach Japan holen, wurde die Betriebserlaubnis entzogen. Außerdem wurden die Strafen für den Missbrauch ausländischer Auszubildende verschärft.

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MA

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