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Mitarbeiter eines Anime-Shops erhalten per Mail über 3.800 Todesdrohungen

Die Frau wünschte den Angestellten der Filiale den Tod

Animate ist eine große Kette, die in ihren Geschäften Produkte rund um Anime anbietet. Die Branche ist nicht nur heiß umkämpft, sondern die Fans reagieren oft auch sehr emotionsgeladen, wenn es um ihre Lieblingsserien geht. Während sich die meisten Otakus über die neuesten Goodies freuen, gibt es auch immer wieder Menschen, die ihre negativen Gefühle auf einen Laden projizieren.

Bereits im März erhielt ein Shop der Kette einige sehr beunruhigende E-Mails, in denen der Verfasser schrieb, dass anstatt der Mitarbeiter von Kyoto Animation lieber die Angestellten des Anime-Ladens getötet werden sollten. Der Schreiber nahm Bezug auf den Brandanschlag bei Kyoto Animation, bei dem 36 Menschen ums Leben kamen. In weiteren Mails hieß es später, dass der Verfasser dafür sorgen würde, dass die Angestellten von Animate sterben. Insgesamt gingen 3.852 Todesdrohungen per E-Mail ein.

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Polizei nach Vorfall in Anime-Studio sensibilisiert

Nach der Tragödie von Kyoto Animation nehmen die japanischen Behörden solche Drohungen besonders ernst. Die Tokyo Metropolitan Polizei übernahm die Untersuchung dieser Angelegenheit.

Sie konnten die Schreiberin der bedrohlichen Mails mittlerweile ermitteln und nahmen vor wenigen Tagen eine 34-jährige arbeitslose Frau fest, die die koreanische Staatsbürgerschaft besitzt. Sie wurde wegen Gefährdung der Geschäftsaktivitäten des Anime-Shops verhaftet.

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Rentner in Japan verhaftet, weil er sich telefonisch 24.000 Mal beschwerte

Die Leidenschaft der Täterin zu Anime reicht bis mindestens ins Jahr 2014 zurück. Damals tätigte sie ihren ersten Einkauf im Online-Shop der Kette. Weil sie ihre Bestellungen immer wieder stornierte, wurde ihr Konto zweimal gesperrt, zuletzt im September 2018.

Anstatt sich bei der Kundenbetreuung zu beschweren oder einfach eines der stationären Geschäfte aufzusuchen und dort einzukaufen, entschied die Frau, Online-Drohungen an die Mitarbeiter des Anime-Händlers zu schicken. Zur Anklage sagte sie, dass sie mit der Art, wie Animate mit ihr umging, unzufrieden und wütend war.

Die Verhaftung erfolgte etwa vier Monate nachdem ein 25-jähriger Mann aus der Präfektur Shizuoka in Osaka festgenommen wurde, weil er bedrohliche E-Mails an einen Videospiele-Entwickler geschickt hatte. Glücklicherweise wurde in beiden Fällen niemand körperlich verletzt.

SN

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