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Erster Fall in Japan

Mitarbeiter eines japanischen Tierversuchslabors infiziert sich mit tödlichem Virus

Ein Mitarbeiter eines Pharmaforschungsunternehmens hat sich in einem Tierversuchslabor des Unternehmens mit einem tödlichen Herpesvirus bei einem Affen angesteckt, der für Tierversuche benutzt wurde.

Die Stadtregierung von Kagoshima und das Forschungsunternehmen Shin Nippon Biomedical Laboratories Ltd. (SNBL) gaben an, der Mitarbeiter sei mit dem von Affen übertragenen Herpes-B-Virus infiziert worden. Über den Zustand des Mannes wurde nichts bekannt gegeben.

Infizierung im Labor äußerst selten

Es ist äußerst selten, dass sich ein Mensch mit dem Virus in einem Labor infiziert. Dies ist der erste bestätigte Fall in Japan. Weltweit sind etwa 50 Fälle bekannt.

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Die Mehrzahl der Fälle wurde auch durch direkten Kontakt mit den Affen in Tierversuchslaboren verursacht. Das Nationale Institut für Infektionskrankheiten sagte: „Normalerweise wandert das Virus nicht von Person zu Person, sodass es sich kaum weiter ausbreiten kann.“

Herpesvirus B, eine Variante des Herpesvirus, ist in der Mehrzahl der Affen der Makakenfamilie vorhanden, einschließlich des Rhesus- und des Japanmakakens.

Der Virus wird nicht über die Luft übertragen, wenn ein Mensch von einem infizierten Affen gebissen wird, treten Symptome wie Fieber und Probleme mit dem Tastsinn auf. Das Virus kann das Nervensystem dauerhaft schaden und zum Tod führen.

Mitarbeiter wurde nicht gebissen

Nach Angaben der Stadtverwaltung testete der Mitarbeiter die Sicherheit eines Arzneimittels in der Entwicklungsphase an den Affen in den Drug Safety Research Laboratories des Unternehmens, als er sich infizierte.

Berichten zufolge klagte der Mann im Februar über Kopfschmerzen und Fieber und ließ sich anschließend einer medizinischen Untersuchung unterziehen. Im November kam das Nationale Institut für Infektionskrankheiten zu dem Schluss, dass er an Herpesvirus B erkrankt war.

Der Mitarbeiter wurde von den Tieren nicht gebissen oder gekratzt, sodass es sehr wahrscheinlich ist, dass er stattdessen in direkten Kontakt mit dem Speichel oder den Exkrementen der Affen kam.

MA

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