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Mitarbeiter verspielt Spenden für Weltkulturerbe

Mindestens 29 Millionen Yen (230.000 Euro) an Spenden-Geldern soll ein Mitarbeiter des Spendenrates in Yakushima (Präfektur Kagoshima) unterschlagen und verspielt haben. Mit dem Geld sollte die natürliche Umwelt des Weltkulturerbes in der Region erhalten werden.

Der Yakushima Mountain Environmental Management Council, bestehend aus Mitarbeitern der Stadt, der Präfektur-Regierung und anderer offizieller Stellen, bildeten zusammen die Versammlung zur Verwaltung der Spenden. Am 25. Februar mussten die Verantwortlichen zugeben, dass ein ehemaliger Mitarbeiter Geld unterschlagen hatte. Der Mann gab zu, einen Teil des Geldes beim Pachinko und Pferderennen verspielt zu haben. Der Rat entließ den Mitarbeiter am 18. Februar und plant aktuell, eine Strafanzeige gegen ihn wegen des Verdachts der Veruntreuung einzureichen.

Koji Araki, der Bürgermeister von Yakushima, vertritt den Rat und entschuldigte sich bei einer öffentlichen Pressekonferenz aufrichtig für das Fehlverhalten seines ehemaligen Angestellten. Dieser gehörte seit 2010 zum Konzil und war dort für die Buchhaltung zuständig.

Die Organisation verwendet die Spenden, um die natürliche Umwelt der Berge auf der Insel Yakushima zu erhalten, die mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Außerdem soll die Sicherheit der Wege und Einrichtung in den Bergen mit dem Geld verbessert werden.

Der Rat erhält Spenden von Besuchern, die den Okudake, die Heimat der berühmten 7.200 Jahre alten Jomou-sugi-Zeder, besuchen. Diese ist eines der Symbole der Insel Yakushima. Auch die Bergsteiger, die den Miyanouradake, den höchsten Gipfel der Region Kyushu, erklimmen, hinterlassen meist Geld für den Schutz des Ortes.

Im Rahmen eines öffentlichen Spendenprogramms erhebt die Region auf freiwilliger Basis eine Spende von 1.000 Yen (8 Euro) pro Person und Tag oder 2.000 Yen, wenn man länger als einen Tag bleibt. Die Gelder fließen zuerst auf ein Bankkonto des Rates, bevor dieser sie an die Stadt weiterleitet.

Eine Anfang dieses Monats durchgeführte interne Prüfung ergab, dass insgesamt 29 Millionen Yen (230.000 Euro) seit Juli 2018 nicht die Stadt erreichten. Der mutmaßliche Täter scheint in den letzten Monaten immer wieder Spenden und Erlöse aus dem Verkauf von Busfahrkarten des Rates abgezweigt zu haben.

Die Stadt ging bei der Überwachung des Geldflusses so nachlässig vor, dass der Verlust nicht auffiel. Die Vertreter der Regierung erwarten jetzt von der Organisation die genaue Summe festzustellen und anschließend eine Strafanzeige gegen den ehemaligen Mitarbeiter zu stellen.

Das Spendenprogramm läuft seit 2017. Ursprünglich wurde es eingeführt, um die Toiletten der Berghütten professionell zu reinigen. Bislang haben 80 Prozent der Bergsteiger an diesem Projekt mitgewirkt. Von April bis Dezember 2018 sammelte das Projekt 54,30 Millionen Yen (431.300 Euro) an Spenden-Geldern.

Helfer beiArbeit mit Spenden-Geldern
Bild: Tsuyoshi Takeda

Quelle: The Asahi Shimbun

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