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Zunahme an Patienten und Aufgaben zwingt Mitarbeiter mehr zu arbeiten

Mitarbeiter von Osakas Gesundheitszentrum leisten wegen Coronavirus massive Überstunden

Auf dem Höhepunkt der Ausbreitung von Covid-19 in Japan hatten Gesundheitszentren in ganz Japan viel zu tun. Die Zentren in den besonders stark betroffenen Gebieten standen dabei so wie viele Krankenhäuser kurz vor dem Zusammenbruch. Nun wurde bekannt, dass Mitarbeiter des Zentrums in Osaka alleine im April massive Überstunden leisten mussten.

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Die Mainichi Shimbun fand heraus, dass mehrere Angestellte des öffentlichen Gesundheitszentrums der Stadt auf über 100 Überstunden im April kamen. Das ist deutlich mehr als die erlaubte Menge und dem Risikowert für Todesfälle durch Überarbeitung. Das Zentrum habe wohl die Überstunden von 22 Mitarbeitern geprüft, die in der Abteilung für Infektionskrankheiten arbeiten.

Gefährliche Zahl an Überstunden

Sie stellten dabei fest, dass sieben von ihnen auf mehr als 100 Überstunden kamen. Der höchste Wert waren unglaubliche 124 Stunden. Der Durchschnittswert lag allgemein bei 73 Stunden, was dicht an dem Grenzwert ist. Das sind 13 Stunden mehr als im März und sogar Doppel so viel im Vergleich zu April 2019.

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Nach den Richtlinien gelten 80 Stunden pro Monat als Zahl, ab der ein Tod durch massive Überarbeitung möglich ist. 100 Stunden liegen damit deutlich darüber, waren wohl allerdings aufgrund der Situation in der Stadt nicht vermeidbar.

Stadtregierung entlastet Mitarbeiter

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Ende April waren in der Präfektur Osaka mindestens 1.625 Menschen mit dem Virus infiziert, wobei mit 40 Prozent sich die Mehrheit in der Hauptstadt befand. Aus dem Grund waren die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums einer höheren Arbeitslast ausgesetzt. Neben der Verfolgung der Infektionswege mussten sie sich ebenfalls um die Tests kümmern und freie Betten für Patienten suchen.

Die Stadtregierung hatte erst Mitte Mai reagiert und versucht das Gesundheitszentrum zu entlasten. Es wurde eine spezielle Gruppe aufgestellt in der Abteilung. Dazu wurde die Zahl der Gruppenmitglieder auf 51 Personen aufgestockt. Die späten Maßnahmen haben trotzdem einen Sinn, wie ein Vertreter des Zentrums erklärte. Sie wollen sich auf eine mögliche zweite Welle vorbereiten und die Angestellten entlasten.

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