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HomeNachrichten aus JapanMitsubishi Heavy Industries entwickelt neuen Atomreaktor

Neuer Reaktor soll nach 2030 in den Betrieb gehen

Mitsubishi Heavy Industries entwickelt neuen Atomreaktor

Das japanische Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries entwickelt in Zusammenarbeit mit vier japanischen Energieversorgung einen Atomreaktor der nächsten Generation.

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Die Entwicklung ist das erste Projekt seiner Art, das seit dem Kurswechsel der japanischen Regierung in Angriff genommen wird.

Mitsubishi Heavy Industries plant einen Leichtwasserreaktor

Mitsubishi Heavy Industries und die vier Energieversorger wollen einen fortschrittlichen Leichtwasserreaktor, eine neue Art von Druckwasserreaktor (PWR), entwickeln, der als sicherer gilt als die bisherigen Modelle. Geplant ist, den Reaktor Mitte der 2030er-Jahre in Betrieb zu nehmen.

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Der neue Reaktor mit der Bezeichnung SRZ-1200 soll nach Angaben von Mitsubishi widerstandsfähiger gegen Naturkatastrophen wie Tsunamis und Erdbeben sowie gegen Terroranschläge sein.

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Die neue Anlage mit einer Leistung von etwa 1,2 Millionen Kilowatt wird auch die Ausrüstung verbessern, um geschmolzenen Kernbrennstoff in einem Sicherheitsbehälter abzudichten und das Austreten von Strahlung im Falle eines Unfalls zu verhindern oder zu begrenzen.

Der Plan kommt nur wenige Wochen, nachdem die japanische Regierung angekündigt hat, den Bau von Atomkraftwerke der nächsten Generation zu fördern, um eine stabile Stromversorgung ohne Kohlendioxidemissionen zu gewährleisten. Dies ist eine deutliche Kehrtwende von der Politik des Verzichts auf neue Kernenergie.

Unter den verschiedenen Arten von Atomreaktoren der nächsten Generation will die japanische Regierung vorrangig fortschrittliche Leichtwasserreaktoren entwickeln lassen. Diese ermöglichen es, aufgrund der technologischen Ähnlichkeiten mit Druckwasserreaktoren auf bestehende Lieferketten zurückzugreifen.

Japans Regierung begrüßt die Pläne

Japans Kabinettschef Hirokazu Matsuno begrüßte die Nachricht von Mitsubishi Heavy Industries und sagte auf einer Pressekonferenz: „Ich hoffe, dass die zuständigen Ministerien in Erwägung ziehen werden, die Entwicklung von Reaktoren der nächsten Generation auf der Grundlage von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wie dieser zu unterstützen.“

Nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami, die 2011 die Nuklearkrise im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi auslösten, die weltweit schlimmste Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl 1986, sind die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Kernkraftwerke in Japan weiterhin groß.

Diese Sicherheitsbedenken veranlassten die Regierung, den Bau neuer Atomreaktoren auf Eis zu legen, obwohl die japanischen Atomaufsichtsbehörden nach der Katastrophe von Fukushima strengere Sicherheitsvorschriften erlassen hatten. Der SRZ-1200 wird so gebaut, dass er die neuen Normen erfüllt.

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