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Mobbing von kurdischen Schülern in Kawaguchi ein großes Problem

Mobbing gegen kurdische Schüler in der Stadt Kawaguchi wird ein immer größer werdendes Problem. Mittlerweile bleiben immer mehr Schüler dem Unterricht fern.

Rund 2.000 Kurden leben in Japan, davon etwa 1.500 in Kawaguchi in der Präfektur Saitama. Über 300 von ihnen sind schulpflichtig und gehen auf eine der örtlichen Schulen.

Ein kurdisches Mädchen, 12 Jahre alt, wurde an einer Grundschule derartig gemobbt, dass sie aufgehört hatte den Unterricht zu besuchen und die Schule wechselte.

Laut einer Selbsthilfegruppe für Mobbingopfer in Kawaguchi wurde sie von ihren Mitschülern verbal und körperlich angegangen. Im Sportunterricht wurde sie von Jungen aus ihrer Klasse getackelt und oft im Klassenzimmer in den Rücken getreten. Die Täter boten zwar Geld für die medizinische Behandlung und eine Entschuldigung an, allerdings wechselte das Mädchen lieber die Schule.

Morddrohungen gegen junge Schülerin

Ein weiterer kurdischer Schüler erzählte, dass er seit der zweiten Klasse gemobbt wurde. Auch er wurde körperlich angegangen. Einem 8-jährigen Mädchen wurden Morddrohungen gemacht.

Mittlerweile werden Stimmen laut, die sagen, dass die Stadtregierung die Reaktion der Schule auf das Mobbing des Mädchens als einen schwerwiegenden Fall gemäß dem Gesetz zur Förderung von Maßnahmen zur Verhinderung von Mobbing untersuchen sollte.

Die Schule berief sofort ein Anti-Mobbing-Komitee ein, nachdem die Vorfälle bekannt wurden. Ein Sprecher der Schule sagte: „Wir arbeiten weiter an einer Einigung zwischen beiden Parteien. Um das Mobbing zu verhindern, wollen wir das Verständnis der Menschen für internationale Angelegenheiten fördern und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden in der Region vertiefen.“

Mangelndes Wissen über Bräuche, Kultur und Gemeinschaftsleben führt zu Missverständnissen

Hidenobu Matsuzawa, 70, ist Leiter einer Unterstützungsorganisation für Kurden, die in der Präfekturhauptstadt Saitama ansässig ist, sagt den Medien: „Viele kurdische Kinder erleben hier Mobbing in irgendeiner Form. Wenn sie kein Japanisch verstehen und daher ihre Gedanken nicht klar vermitteln können, sind sie ein leichtes Ziel. Mangelndes Wissen über Bräuche, Kultur und Gemeinschaftsleben kann zu Missverständnissen und Vorurteile führen.“

Auf die Frage, wie die Schulen mit dem Problem umgehen, sagte Matsuzawa: „Ich möchte, dass Schulen kurdische Schüler ganz normal behandeln, nicht als Sonderfälle und sie müssen einen Aktionsplan erstellen. Es ist wichtig, dass alle Klassenkameraden die Probleme zusammen verstehen.“

Quelle: Manichika

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