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Mörder des japanischen Bloggers Hagex erhält Haftstrafe von 18 Jahren

Staatsanwaltschaft forderte sogar 20 Jahre Haft als Strafe

Letztes Jahr kam es zu einem Anschlag auf einen bekannten japanischen Blogger, der die ganze Nation erschütterte. Nun, nach mehr als einem Jahr, wurde endlich das Urteil für den Täter gesprochen.

Am Mittwoch sprach das Bezirksgericht den 43-jährigen Täter des Mordes schuldig. Es sei eindeutig, dass er den Blogger Kenichi Okamoto alias Hagex extra bei einem Vortag in Fukuoka besuchte, um ihn mit einem Messer anzugreifen. Für seine Tat erhielt er eine 18 Jahre lange Haftstrafe. Das sind nur zwei Jahre weniger als das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß.

Täter plante kaltblütig den Mord

Einer der größten Streitpunkte bei der Verhandlung war die geistige Zurechnungsfähigkeit des Täters. Es sollte deswegen vorab geklärt werden, ob er die Verantwortung für die Tat übernehmen kann. Tatsächlich legte die Verteidigung eine Entwicklungsschwierigkeit offen, die bei dem Täter diagnostiziert wurde. Sie plädierten deswegen auf Unzurechnungsfähigkeit zum Zeitpunkt der Tat.

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Richter Tadayuki Okazaki war jedoch anderer Meinung. Er sah in der Tat einen kaltblütig geplanten Mord. Der Täter hatte die Absicht, den Blogger zu töten und ist extra mit einem Messer zu der Veranstaltung gekommen. Seine Hintergründe seien deswegen empörend und egozentrisch.

Der Täter stach am 24. Juni 2018 Okamoto mehrmals in die Brust, den Rücken und den Nacken. Obwohl Rettungskräfte ihn schnell in ein Krankenhaus brachten, verstarb er an seinen schweren Verletzungen. Der Blogger war im Rahmen seiner Arbeit für ein Cybersicherheitsunternehmen von Tokyo nach Fukuoka gereist, um einen Vortrag zu halten. Zu dem Angriff kam es nach der Veranstaltung, als Okamoto auf der Herrentoilette von dem Täter überfallen wurde. Der Täter flüchtete anschließend, stellte sich jedoch später der Polizei.

Das Motiv des Täters war laut Aussagen der Polizei der Groll gegen den Blogger. Okamoto hatte einen Post unter seinem Onlinenamen verfasst, in dem er einen bekannten Internettroll scharf wegen wiederholten verleugnenden Aussagen verurteilte. Bei dem besagten Troll handelt es sich dabei wohl um den Täter, der anschließend Rache nehmen wollte.

Viele Menschen waren von den niederen Beweggründen und der Brutalität der Tat zutiefst erschüttert. Die meisten forderten dabei eine harte Strafe, die mit 18 Jahren vermutlich einigen nicht streng genug ist. Ob der Täter noch Widerspruch einlegen will, ist nicht klar.

TAS

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