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Polizei bittet, Klettern und Wandern zur eigenen Sicherheit zu unterlassen

Mount Fuji erhält dieses Jahr keinen Polizeiaußenposten

Eigentlich läuft am Mount Fuji die alljährliche Kletter-Saison. Aufgrund von Covid-19 bleibt der beliebte Berg jedoch für alle gesperrt. Touristen sollten das ernst nehmen, da im Notfall keine Hilfe kommt. Die Polizei hat nämlich beschlossen, dieses Jahr keinen Polizeiaußenposten zu besetzen.

Die Präfekturpolizei von Shizuoka beschloss kürzlich, dass sie zum allerersten Mal keine Beamten auf den Berg schicken. Seit 2013 gibt es eine permanente Stationierung von Polizisten an der neunten Station bei Mannenyukisanso am Fujinomiya Pfad und auf der fünften Station an den Bergpfaden Fujinomiya und Subashiri, die nun jedoch beide leer bleiben. Normalerweise sind 28 Personen von der Abteilung für Gemeindeangelegenheiten und den drei Polizeistationen Susono, Gotemba und Fujinomiya im Einsatz.

Kein Personal auf dem Berg

Zwei bis fünf Menschen befinden sich dabei regulär durchgehend an der neunten Station. Dazu patrouilliert die Einheit regelmäßig in der Gegend, um unter anderem nach vermissten Personen zu suchen. Die fünfte Station wird meistens als Zweigstelle zur Verstärkung gedacht und die Personen helfen bei Wegbeschreibungen sowie der Verwaltung von verlorenen Gegenständen.

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Die Polizei entschied sich die Einheit dieses Jahr nicht einzusetzen, da sämtlich Berghütten und Bergpfade für den Sommer wegen Covid-19 geschlossen sind. Die Sondereinheit zur Überwachung der Bergkette, die Minami Alps, wird zusätzlich dieses Jahr nicht permanent aktiv sein.

Personen sollen sich vom Berg fernhalten

Aus diesem Grund warnt die Präfekturpolizei eindringlich davor zurzeit Klettern zu gehen. Natürlich würden sie bei einem Notruf immer noch reagieren. Eine schnelle Rettung sei ohne jegliche Vorbereitung jedoch sehr schwer und vermutlich nicht rechtzeitig möglich. Die Bergrettungseinheiten müssen zu Fuß laufen, was dauert. Ebenfalls gibt es keine Lebensmittel oder andere Ressourcen an den Berghütten, weswegen die Einheit alles selbst transportieren müsste.

2019 gab es 58 Fälle, wo Kletterer verschwanden oder auf dem Berg strandeten. 26 Personen erlitten Verletzungen und eine Person starb durch Unterkühlung. Die Einheit will jedoch die Zeit sinnvoll nutzen. Der Leiter der Abteilung für Gemeindeangelegenheiten der Präfekturpolizei Shizuoka, Hiroshi Mihara, gab an, dass sie an Maßnahmen arbeiten. Sie wollen zusammen mit dem Rat der Präfekturregierung die Sperrung verbreiten, um Unfälle zu verhindern.

MS

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