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Museum über verfolgte Christen in ältester Kirche Japans eröffnet

In der ältesten Kirche Japans, in Nagasaki, wurde ein Museum eröffnet, das über die verfolgten Christen in Japan berichtet.

Die japanischen Christen wurden vom 17. bis 19. Jahrhundert verfolgt, nachdem das Tokugawa-Shogunat ihren Glauben während der Edo-Periode (1603 bis 1868) verboten hatte. Nun wurde in einer großen katholischen Kirche in Nagasaki, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, das Museum am 1. April 2018 eröffnet. In der Oura-Kirche werden verschiedene Gegenstände wie „Maria Kannon“ ausgestellt.

Diese speziellen Statuen erinnern an buddhistische Statuen, die die Gottheit der Barmherzigkeit und des Mitgefühls darstellen, aber den gläubigen Christen halfen, zur Jungfrau Maria zu beten. Für das Museum hat die katholische Erzdiözese Nagasaki das ehemalige lateinische Seminar und eine ehemalige Bischofsresidenz auf dem Gelände der Kirche zum Museum umgebaut. Denn die Oura-Kirche selbst gilt als Nationalschatz. Die neue Einrichtung zeigt die religiöse Geschichte Japans mit Tafeln, die die verschiedenen Zeitabschnitte erklären.

Unter anderem können Interessierte die Einführung des Katholizismus sehen und auch, wie sich die Christen versteckten, um ihren Glauben inmitten der Verfolgung durch die Behörden zu praktizieren. Zusätzlich plant die UNESCO noch in diesem Sommer 12 Stätten aufzunehmen, die zur Geschichte der verfolgten Christen in Nagasaki und im benachbarten Kumamoto gehören. Am Eröffnungstag besuchten sogar einige Touristen das Museum und waren überrascht, dass es doch einige Gläubige gab, die trotz der fast vollständigen Auslöschung des Christentums in Japan weiter heimlich ihren Glauben praktizierten.

Der christliche Glaube wurde bereits 1549 vom Missionar Francis Xavier in Japan eingeführt, doch später wurde die Religion verboten und die Anhänger des Tokugawa-Shogunats verfolgten die Christen brutal. Erst 1854 kehrten katholische Missionare nach Nagasaki zurück, nachdem Japan seine selbstauferlegte Isolation beendet hatte. Zehn Jahre später vollendeten die Missionare den Bau der Oura-Kirche. Ein Jahr darauf besuchte eine Gruppe der versteckten Christen aus Nagasaki die Kirche und verrieten einem französischen Priester, dass sie heimlich das Christentum praktizierten.

Die Entdeckung dieser Christen galt in Übersee als Wunder. 1873 wurde das Verbot des Christentums durch die Meiji-Regierung aufgehoben, die zuvor dem Tokugawa-Shogunat die Macht entzog. Die Aufhebung des Verbots erfolgte, nachdem westliche Länder heftige Proteste erhoben hatten.

Bild: Commons Wikimedia

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