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Erinnerung an die Katastrophe 2011

Museum zur Erinnerung an die Katastrophe in Fukushima eröffnet

In der japanischen Stadt Futaba eröffnete am Wochenende ein Museum, das an die Katastrophe im Jahr 2011 in Fukushima erinnert.

Das Museum soll dazu beitragen, die Erinnerungen an künftige Generationen weiterzugeben.

Museum zeigt das Leben der Menschen vor der Katastrophe

Die Eröffnung war bereits für diesen Sommer geplant, wurde aber aufgrund der Coronavirus-Pandemie verschoben. Am Eröffnungstag besuchten rund 1.050 Menschen das Museum, das aus sechs Abteilungen besteht.

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Es gab eine Filmvorführung, die das Leben der Einheimischen vor dem Erdbeben, dem Tsunami und dem Super-Gau am 11. März 2011 zeigt, dann die Evakuierung der Einwohner und schließlich die Arbeiten am Reaktor des Atomkraftwerkes und den Wiederaufbau der Region.

Auf insgesamt 5.300 Quadratmetern sind die anderen 5 Abteilungen in chronologischer Reihenfolge angeordnet. Jeder Raum zeigt, wie sich die Region entwickelt hat, mit Exponaten, einschließlich Gedenkstätten und Zeitzeugenberichten.

Die Besucher können unter anderem Schutzkleidung und Säcke, in denen kontaminierter Abfall gelagert wird, anschauen, auch eine Tafel mit per Hand geschriebenen Daten über den Gehalt an radioaktivem Jod, die aus dem zerstörten Kraftwerk stammt, wird ausgestellt.

Um Besuchern aus dem Ausland Informationen zu geben, stehen Tablets zur Verfügung, die Erklärungen auf Englisch, Chinesisch und Koreanisch bieten. Die Museumsverwaltung rechnet mit etwa 50.000 Besuchern pro Jahr.

Die Eintrittskarten kosten 600 Yen für Erwachsene und 300 Yen für Studenten. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite des Museums.

Eine Filmvorführung zeigt, wie die Menschen vor der Katastrophe gelebt haben
Eine Filmvorführung zeigt, wie die Menschen vor der Katastrophe gelebt haben. Bild: Kyodo

Eröffnung nicht ohne Kritik

Bei einer Eröffnungszeremonie sagte Museumsdirektor Noboru Takamura: „Es sind bereits neuneinhalb Jahre seit dem Unfall vergangen. Wir möchten, dass die Besucher sehen, wie sich Fukushima von der beispiellosen nuklearen Katastrophe erholt hat.“

Die Eröffnung des Museums ist jedoch nicht ohne Kritik verlaufen, viele Menschen wiesen darauf hin, dass das Museum die Versäumnisse der japanischen Regierung und der Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. nicht ausreichend hervorhebt, sondern sich vielmehr unkritisch auf die Katastrophe und die Nachwirkungen konzentriert.

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