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Trotz steigender Zahl von Muslimen im Land

Muslimen fehlt es an geeigneten Grabstätten in Japan

In Japan ist es normal, dass verstorbene Menschen eingeäschert werden, das führt allerdings dazu, das es Muslime im Land an geeigneten Grabstätten fehlt.

Eine Einäscherung ist nach dem Koran verboten, Muslime bemühen sich daher die Verwaltungen zu überzeugen, dass neue Friedhöfe benötigt werden.

Kaum Grabstätten für Muslime, trotz steigenden Einwohneranteil

In Japan leben Schätzungen zufolge rund 200.000 Muslime und das Land bemüht sich, mehr Menschen nach Japan zu locken, um den Arbeitskräftemangel auszugleichen. Darunter auch aus muslimisch geprägten Ländern.

Da es nur sieben Friedhöfe gibt, in denen die Menschen nach dem Koran bestattet werden können, sind bei einer wachsenden Zahl muslimischer Einwohner, auch neue Friedhöfe nötig.

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Die Menschen sind ansonsten gezwungen, ihre Angehörigen in ihrem Heimatland zu bestatten, allerdings sind Aufwand und Kosten dafür zu hoch.

Nach Angaben des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt hat die Regierung keine Vorschriften für Bestattungen festgelegt und überlässt es den Gemeinden, ihre eigenen Regeln zu Fragen wie der Entfernung von Friedhöfen von Wohngebieten und Flüssen festzulegen. Bis zum Steuerjahr 2018 wurden über 99 Prozent der Verstorbenen in Japan eingeäschert.

Nach Angaben des Japan Islamic Trust gibt es in Japan keine Begräbnisstätten für Muslime in Tohoku oder irgendwo westlich der Region Chugoku.

„Der Leichnam muss oft auf weit entfernte Friedhöfe gebracht werden, was den Leichnam beschädigen oder hohe Transportkosten verursachen kann“, sagte der Generaldirektor des Islamic Trust, Qureshi Haroon.

Menschen haben Bedenken gegenüber Friedhöfen

Einer der sieben Standorte ist ein Friedhof in Hokkaido in der Küstenstadt Yoichi. Aber die Plätze auf dem Friedhof von Yoichi sind knapp, zurzeit sind nur vier frei, eine Situation, die den Vorsitzenden der islamischen Gesellschaft von Hokkaido, Towfik Alam, sehr beunruhigt.

Obwohl die Gesellschaft geplant hatte, in Otaru einen Friedhof zu errichten, der den Bestimmungen von Hokkaido folgen würde, wie etwa mindestens 110 Meter von einem Wohngebiet entfernt zu sein, wurde das Projekt im vergangenen Sommer aufgegeben, nachdem es nicht die Unterstützung der Anwohner gefunden hatte.

„Die Anwohner waren unter anderem über die Hygiene der Bestattungen besorgt“, sagte ein Sprecher der Stadt.

Mittlerweile gibt es Pläne für den Bau eines muslimischen Friedhofs in der Präfektur Oita, aber die Bewohner sind besorgt über die Wasserverschmutzung.

Hirofumi Tanada, Professor an der Waseda-Universität, ist das Problem mit der Bestattung nur eins der vielen Probleme, die Japan lösen muss, wenn mehr Ausländer ins Land kommen sollen. Insbesondere seit Japan im April letzten Jahres das Einwanderungsgesetz geändert hat, um mehr ausländische Arbeitnehmer nach Japan zu holen.

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