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Richter befürchtet Fluchtgefahr bei Helfern

Mutmaßliche Fluchthelfer von Carlos Ghosn bleiben weiter in den USA in Haft

Nach wie vor arbeitet Japan an der Aufklärung der Flucht von dem ehemaligen Vorsitzenden von Nissan Motor Co, Carlos Ghosn. Zwei Fluchthelfer stammen dabei aus den USA und sitzen seit Mai in einem US-Gefängnis in Massachusetts. Japan lehnte es erneut ab sie jetzt freizulassen.

Am Freitag gab die US-Bezirksrichterin Indira Talwani bekannt, dass die zwei Männer weiterhin in Haft bleiben. Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen 59 Jahre alten Veteranen der Army Special Forces und seinen 27 Jahre alten Sohn. Talwani begründet ihre Entscheidung damit, dass für beide Fluchtgefahr besteht.

Gefängnis sei zu gefährlich

Es gebe zwar Zeichen dafür, dass die Männer im Land bleiben, um gegen ihre Auslieferung auf legalen Weg anzukämpfen. Allerdings hatten sie laut Talwani bis jetzt keinerlei Interesse an derartige Maßnahmen des japanischen Rechtssystems. Ebenfalls können sie nicht ausreichend nachweisen, dass wenn ihn der legale Weg zu schwer ist, dass sie nicht gegen die Kautionsauflagen verstoßen und aus dem Land fliehen.

Der Anwalt der Männer zeigte sich empört. Laut ihm gäbe es keine Pläne zu fliehen und er sprach sich für eine Freilassung aus, da ihre Gesundheit aufgrund von Covid-19 im Gefängnis gefährdet sei.

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Die Männer sollen dabei geholfen haben Carlos Ghosn Ende letzten Jahres in einer Kiste in einen Privatjet zu schmuggeln, der ihn aus Japan brachte. Das Flugzeug flog über die Türkei und dann in den Libanon. Zu dem Zeitpunkt war Ghosn in Japan nur auf Kaution frei und ihm bestand ein Prozess wegen Betrug, Unterschlagung und anderem finanziellen Fehlverhalten bevor.

Es liegt angeblich keine Straftat vor

Beide Männer gaben bereits die Anschuldigung zu, geben aber an, dass sie nicht ausgeliefert werden können. Sogenanntes Bail Jumping sei in Japan nicht verboten, weswegen sie sich keinem Verbrechen schuldig gemacht haben. Ebenfalls ist es laut ihnen nicht illegal gegen die Kautionsbedingungen zu verstoßen. Die Bundesanwälte sehen das jedoch anderes und fordern die Auslieferung, die endgültige Entscheidung trifft am Ende der US-Außenminister. Bisher ist das Verfahren jedoch schon für den 28. August angesetzt.

Japan selbst kann hingegen aktuell nichts gegen Ghosn machen, da er eine Staatsbürgerschaft im Libanon hat und es keinen Auslieferungsvertrag mit dem Land gibt. Aus dem Grund setzten sie aber umso mehr daran die Helfer zu finden und zu bestrafen. Die Türkei selbst geht bereits gegen mehrere Personen vor, die in der Flucht verwickelt sind. Ghosn selbst streitet weiterhin alle Anschuldigungen ab und spricht von einer Verschwörung gegen ihn.

MS

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