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Mutter-Sohn-Duo bringt in Japan Hotels um fast eine Million Euro

Sie hatten immer wieder Zimmer gebucht, waren dann aber nicht gekommen

Ein Mutter-Sohn-Duo in West-Japan wurde wegen des Verdachts der Behinderung von Geschäften in Hotels verhaftet. Das Paar soll bei den Unterbringungseinrichtungen einen Schaden von 115 Millionen Yen (ca. 959.000 €) verursacht haben.

Die beiden hatten innerhalb eines Jahres rund 3.200 Mal Zimmer reserviert, waren dann aber nicht erschienen. Das sagten Ermittlungsquellen am Mittwoch.

Viele Reservierungen, keine Übernachtungen

Die Mutter, 51, und ihr Sohn, 31, wurden im vergangenen Monat verhaftet, weil sie angeblich Reservierungen, die über die japanische Online-Buchungsseite Ikyu.com in vier Unterkünften in Kyoto im August letzten Jahres vorgenommen worden waren, storniert hatten. Das Paar wird verdächtigt, hohe Belohnungspunkte erworben zu haben und diese für die Unterbringung in verschiedenen Hotels verwendet zu haben.

Am Mittwoch wurde ihnen wegen ähnlicher Vorwürfe ein neuer Haftbefehl zugestellt, weil sie im November vergangenen Jahres für Buchungen im Wert von rund 94.000 Yen in drei Hotels in den Präfekturen Shiga, Kyoto und Nara nicht erschienen waren.

Großer Schaden für Hotels

Unter Verwendung falscher Namen und Kontaktdaten richteten die Frau und ihr Sohn eine große Anzahl von Konten für die Nutzung auf Ikyu.com ein und buchten Aufenthalte im ganzen Land.

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Die Ikyu Corp., der Betreiber der Buchungsseite, ist eine Tochtergesellschaft der Z Holdings Corp., die die Online-Dienste von Yahoo Japan betreibt und eine Einheit der SoftBank Group Corp. ist.

Ziel waren viele Prämienpunkte

Kunden erwerben in der Regel 1 Prozent ihrer Unterkunftsgebühren in Form von Prämienpunkten, können jedoch bei Buchungen am selben Tag bis zu 20 Prozent in Punkten zurückerhalten. Das Paar wird verdächtigt, falsche Buchungen für den gleichen Tag vorzunehmen, um die hohen Prämienpunkte zu erhalten.

In einigen Fällen, in denen ein Hotel vergisst, die Buchungsseite über eine Stornierung zu benachrichtigen, erhalten die Kunden auch dann noch Punkte, wenn sie nicht erscheinen.

Das Paar soll in Hotels übernachtet haben und dabei „T-Punkte“ im Wert von rund 2,5 Millionen Yen verwendet haben, die sie sich illegal beschafft hatten, so die Quellen.

MA

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