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Journalist ist wieder in Japan

Myanmar lässt inhaftierten japanischen Journalisten wieder frei

In den letzten Wochen hat man sich in Japan große Sorgen um einen japanischen Journalisten gemacht, der in Myanmar von den Sicherheitskräften festgenommen und angeklagt wurde. Nun wurde der Mann überraschen freigelassen.

Am Freitag wurde von dem Außenminister Toshimitsu Motegi bestätigte, dass Yuki Kitazumi freigekommen ist und sich am Yangon International Airport mit einem Mitarbeiter der japanischen Botschaft getroffen hat. Er soll dabei in einer guten gesundheitlichen Verfassung gewesen sein. Kitazumi soll mittlerweile wieder in Japan sein.

Motegi sagte, dass es den Bemühungen von Botschafter Ichiro Maruyama und anderen Menschen zu verdanken sei, dass Kitazumi vorzeitig freigelassen wird.

Myanmar will gute Beziehung mit Japan beibehalten

Zuvor hatte Motegi angekündigt, dass der Journalist bis Ende Freitag wieder frei sein soll. Bereits am Donnerstagabend hatte ein Militärsprecher mitgeteilt, dass sie den Journalisten aus dem Gefängnis in eine Polizeieinrichtung verlegt haben.

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Die Entscheidung sei getroffen worden, da es bisher eine herzliche Beziehung zwischen Myanmar und Japan gab. Weil auch das Militär in der Zukunft an der bilateralen Beziehung arbeiten will, sind sie der Anfrage der japanischen Regierung nachgekommen und haben Kitazumi gehen lassen, wie das staatliche Fernsehen am Donnerstag berichtete.

Die staatliche Zeitung schrieb am Freitag zusätzlich, dass der Japaner wegen der Unterstützung der Anti-Putsch-Bewegungen, zivilen Ungehorsam, Beteiligung an Unruhen und der Verletzung der Visabestimmungen festgehalten wurde. Das widerspricht jedoch den ursprünglichen Meldungen.

Der 45 Jahre alte freiberufliche Journalist wurde am 18. April zum zweiten Mal von den Sicherheitskräften in Myanmar festgenommen. Anders als beim ersten Mal wurde er jedoch nicht wieder freigelassen, sondern inhaftiert. Später sollte er wegen der angeblichen Verbreitung von „Fake News“ angeklagt werden. Dafür hätte ihm eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren gedroht.

Andere Journalisten wurden auch festgenommen

Kitazumi war einer der wenigen ausländischen Journalisten im Land, die von dem brutalen Vorgehen des Militärs gegen die Demonstranten berichteten, die gegen den Militärputsch protestierten. Seine Berichte über die Proteste veröffentlichte er auf sozialen Medien.

Wegen der Anti-Militärischen Inhalte wurde er jedoch vermutlich festgenommen. Er ist dabei nicht der Erste, der zum Schweigen gebracht werden soll. Laut Reporting ASEAN wurden bereits 80 Journalisten von den Sicherheitskräften festgenommen.

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