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Nach dem Selbstmord einer 15-jährigen Schülerin in Japan muss sich ihr Lehrer verantworten

Ende April nahm sich eine 15-jährige Schülerin in der japanischen Stadt Takahagi das Leben, nun wurde bekannt, dass der Lehrer eines Tischtennisclubs an der Schule sie verbal misshandelt und bedroht hatte.

In einem Brief, den die Schülerin hinterlassen hatte, schreib sie, dass sie frustriert war, da sie Mitglied im Tischtennisclub der Schule war. Der zuständige Lehrer drohte ihr und ihren Teamkollegen, sie zu schlagen oder zu töten. Außerdem schrieb sie, dass der Lehrer sie als „Idiot“ bezeichnete und sie unfair behandelte. Laut der zuständigen Schulbehörde soll der Lehrer auch andere Schüler angegangen sein.

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„Das Coaching sei zu weit gegangen“

Der Lehrer gilt allgemein als sehr aggressiv, da er bereits dabei beobachtet wurde, wie er öfters seine Fassung verlor und mit Gegenständen wüten auf den Boden schlug. Dabei ist er ein erfahrener Trainer und der Tischtennisverein kann auch eine gewisse Erfolgsbilanz aufweisen.

Konfrontiert mit den Vorwürfen gab er diese zu und sagte, „das Coaching sei zu weit gegangen.“

Laut der Schulbehörde der Stadt Takahagi, wurde im vergangenen September die Schüler gefragt, wie sie die Situation in der Schule empfinden. Damals schrieb das Mädchen, dass die Schule Spaß macht, aber die Clubaktivitäten seien langweilig.

Obwohl es bereits im März anonyme Beschwerden über den Lehrer gab und das Erziehungsamt die Schule aufforderte den Lehrer mündlich zu verwarnen und ihn während der Clubaktivitäten zu überwachen, konnte die Schule den Selbstmord nicht mehr verhindern.

Familienbeziehung war kaputt

Die Schule will nun genaue Untersuchungen zur Ursache des Selbstmords einleiten, an dem auch ein Anwalt beteiligt sein wird. Man möchte so verhindern, dass ein ähnlicher Vorfall passiert. Außerdem soll es Beratung für Schüler geben.

Eine Freundin der Schülerin sagte gegenüber der Presse, dass das junge Mädchen auch eine kaputte Beziehung zu ihren Eltern gehabt habe.

Yuji Sunaga, stellvertretender Leiter einer gemeinnützigen Gruppe zur Bekämpfung von Kinderselbstmord, sagte: „Es ist notwendig die Reaktion der Schule zu untersuchen, nachdem sie die Ursache des Selbstmords aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht haben. Es ist auch wichtig zu schauen, ob die kaputte Beziehung zu ihrer Familie der Grund sein könnte.“

Quelle: JS, AS, MN

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