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Nach geschlossener Ausstellung wegen Trostfrauenstatue starten Künstler eigenes Projekt

Mit Workshops, einer Kampagne und einem Call Center wollen sie eine Wiedereröffnung erwirken

Eigentlich sollte das internationale Aichi Triennale Kunstfestival 2019 erneut Künstler aus der ganzen Welt nach Japan bringen. Die Veranstaltung wurde allerdings in den letzten Wochen von Protesten wegen einer Trostfrauenstatue in einer der Ausstellungen überschattet. Aus Angst vor Angriffen ließen die Organisatoren den Ausstellungsabschnitt schließen, woraufhin 12 Künstler und Gruppen ihre Teilnahme abrupt beendeten. Nun soll ein neues Projekt starten, das die Werke wieder zurück in die Öffentlichkeit bringen soll.

Diesmal steht jedoch nicht Aichi dahinter, sondern fünf Künstler, die gegen die geschlossene Ausstellung protestierten. Unter ReFreedom Aichi wollen sie den Menschen jetzt die Gelegenheit geben, doch noch ihre Werke zu sehen. Das kündigten die Projektleiter am Dienstag auf einer Pressekonferenz des Foreign Correspondents‘ Club of Japan in Tokyo an. Es soll demnach die Antwort auf die erste Ausstellung mit dem Namen After Freedom of Expression? und die Reaktion der Veranstalter sein.

Kampagne mit der Öffentlichkeit

Die Künstler wollen für das aktuelle Projekt zusammenarbeiten und ebenfalls Workshops mit Experten in Aichi veranstalten. Dazu ist ein Künstler Call Center geplant, wo sie Protestanrufe entgegennehmen. Zuvor mussten die Präfekturangestellten und andere Mitarbeiter des Festivals das übernehmen, die den Hass der Menschen direkt zu spüren bekamen, obwohl sie damit nichts zu tun hatten.

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Zusätzlich starteten sie eine Kampagne mit dem Hashtag YourFreedom, bei dem die Menschen über alles schreiben sollen, was ihnen an Freiheit fehlt. Die Nachrichten sollen anschließend an den Türen angebracht werden, wo sich zuvor die Werke befanden. Aktuell sind es 35 Künstler und Gruppen, die das Projekt unterstützen, vermutlich werden es jedoch noch mehr, da die Suche nach Unterstützern weiter läuft.

Freiheit hört in der Kunst nicht auf

Auf einer Presskonferenz forderte Künstler Meiro Koizumi gleichermaßen die Öffentlichkeit auf, sie ebenfalls zu unterstützen. Die Meinungsfreiheit ist für ihn direkt mit der Freiheit verbunden, seine eigenen Gedanken zu haben und sein eigenes Leben zu leben. Ein Feldzug gegen das Kunstfestival ist das aktuelle Projekt nicht. Sie wollen lediglich das Organisationskomitee darum bitten alle Kunstwerke, die umstrittene Trostfrauenstatue eingeschlossen, wieder zu zeigen und After ‘Freedom of Expression? wiederzueröffnen.

Viele verstehen, dass die Organisatoren aus Angst vor einem möglichen Brandanschlag die Figur wegräumten, vor allem weil die Erinnerungen an den Brandanschlag auf Kyoto Animation noch frisch waren. Trotzdem sei es die falsche Antwort und würde das falsche Zeichen senden, dass sich die Künstler einschüchtern und in ihrer Freiheit einschränken lassen statt sich zu wehren.

Quelle: MS

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