Nach Katastrophe in Japan bleiben Fragen zum Warnsystem zurück

Nachdem zwei Schleusen in Ozu City in der Präfektur Ehime am Samstagmorgen geöffnet wurden, bleiben Fragen zum Warnsystem zurück.

Nachdem unzählige Tonnen Wasser 4.600 Häuser überfluteten und vier Todesopfer zurückließen, bleibt die Frage offen, ob man den hohen Verlust an Menschenleben hätte verhindern können. Auch ob die Menschen früh genug gewarnt wurden, ist nicht sicher geklärt. Nach der Katastrophe blieb schlammiges Wasser auf den Straßen von Ozu City zurück.

Es wird sogar angenommen, dass das Wasser teilweise bis zu 4,6 Meter hoch war und alles wegfegte, was sich ihm in den Weg stellte. Das Wasser kam aus zwei Dämmen, die nach den rekordverdächtigen Niederschlägen bis auf den letzten Tropfen gefüllt waren. Deshalb entschieden sich die Behörden für den ungewöhnlichen Schritt, die Schleusen zu öffnen. Nun musste sich ein Beamter des Landesministeriums für die Entscheidung verteidigen.

Er sagte, dass die Dämme fast voll ausgelastet sind, wenn über einen längeren Zeitraum, wie in diesem Fall, massive Regenmengen fallen. Sobald dies der Fall ist, muss so viel Wasser freigesetzt werden, wie hinein fließt. Allerdings sagte ein Stadtbeamter von Ozu, dass sie ein Dringlichkeitswarnsystem benutzt hätten, um die Leute vor den Wassermassen zu warnen. Doch einige Leute, die am Fluss leben, sagen, dass sie vorab nicht gewarnt wurden.

Einer der Anwohner sagte, dass er sich nicht daran erinnern könnte, dass er morgens eine Warnung über die Wasserabgabe hörte. Er sagte zwar auch, dass er weiß, dass sie die Natur nicht erobern können, und dass er sich nicht darüber beklagt, dass sein Haus überflutet wurde, doch bei früheren Informationen hätte es laut seiner Meinung vermieden werden können. Diese Katastrophe soll Japans schlimmste wetterbedingte Katastrophe seit mehr als dreißig Jahren sein.

Experten untersuchen nun, warum so viele Menschen vor dem Ablassen des Wassers nicht geflohen sind. Allerdings sagen die Experten auch, dass Kommunikation wichtig sei, wenn eine Katastrophe eintritt. Deshalb fordern sie die Beamten auf, Wege zu finden, um wichtige Informationen in solch einer Situation auf mehreren Plattformen zu versenden.

Quelle: NHK

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