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HomeNachrichten aus JapanNach Messerangriff in Shinkansen führt East Japan Railway Co. Notfallübung durch

Nach Messerangriff in Shinkansen führt East Japan Railway Co. Notfallübung durch

JR East hat am 26. Juli eine erste Notfallübung in einem Shinkansen mit ihrem Bahnpersonal durchgeführt. So soll ein weiterer tödlicher Angriff, wie der vom 9. Juni, zukünftig verhindert werden.

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Die Übung für das Personal der Bahngesellschaft wurde in einem Shinkansen in Tokyos Kita-Bezirk durchgeführt, um die Wirksamkeit der Schutzeinrichtungen zu überprüfen. Denn erst vor Kurzem hatte das Unternehmen angekündigt, dass sie spezielle Schutzeinrichtungen einführen wollen, um die Passagiere und Mitarbeiter zu schützen. Die Schutzeinrichtungen sollen auch lebensrettende Sofortmaßnahmen beinhalten.

Während der Übung wurden unter anderem die Schutzschilde und Stichschutzhandschuhe gezeigt, aber auch das „Sasumata“ – eine lange Stabwaffe, die mit einer Art zweizackigen stumpfen Gabel ausgestattet ist. Das Sasumata wird auch von der japanischen Polizei und privaten Sicherheitsunternehmen eingesetzt. Die Übung folgte einem Szenario, das stark an den Vorfall vom 9. Juni erinnerte. Bei der Messerattacke am 9. Juni wurde ein Fahrgast getötet und zwei Frauen verletzt.

Der verstorbene Fahrgast soll sich zuvor schützend vor Fahrgäste gestellt haben. Während der Übung saß ein Mann in der Mitte eines Shinkansens, als er plötzlich eine Klinge hob und damit drohte, Menschen um sich herum zu erstechen. Die Fahrer und Schaffner sollten nun überprüfen, inwieweit sie die Schutzausrüstung auf engstem Raum in einem Zug-Wagon einsetzten können. Die Leiterin des Krisenmanagementbüros von JR East sagte, dass sie so schnell wie möglich Schutzmaßnahmen ergreifen wollen, sobald sie die Meinungen der Mitarbeiter zur Verbesserung der Sicherheit der Passagiere erhalten haben.

Quelle: Asahi Shimbun

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