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Nach Tsunami 2011 wurden in Fukushima zwei Strände wiedereröffnet

Japan ächzt zur Zeit unter einer glühenden Hitzewelle. Nun können die Bewohner an der Küste Fukushimas in Nordjapan ein wenig aufatmen. Für sie gibt es etwas Abkühlung: Nach jahrelanger Sperrung öffnen Badestrände wieder ihre Pforten zum Meer.

Im Jahre 2011 löste ein Seebeben vor der Küste Nordjapans einen Tsunami aus, der in der Region für große Zerstörungen und Tausende Tote sorgte. Unter anderem löste er im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi eine Havarie aus. Die Nuklearkatastrophe erreichte auf der internationalen INES-Skala (International Nuclear and Radiological Event Scale) die höchste Stufe 7 und gehört zu den Jahrhundertkatastrophen.

Nun wurden in der Präfektur nach fast acht Jahren Sperrung zwei Badestrände wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Gerade in der momentanen Hitze erfreut dies die Anwohner. Nami Aoki aus Fukushima besuchte mit ihrer 9-jährigen Tochter den Strand von Haragamaobama in Soma. Sie ist glücklich, mit ihrer Tochter endlich am Strand ihrer eigenen Kindheit baden zu können. Soma ist Aokis Heimatstadt und zählte vor der Katastrophe jährlich 30.000 bis 50.000 Badegäste.

Seit 2015 werden in Soma Wasserqualitätskontrollen durchgeführt. Damit wird der Stand der Radioaktivität kontrolliert. Da der nun unter den Sicherheitsstandards liegt, konnten die Strände für Besucher wiedereröffnet werden. Es wurden beschädigte Deiche rekonstruiert und restliche Trümmer beseitigt. Der Strand von Soma ist erst der vierte von 18 Badestränden in der Präfektur Fukushima, der nach der Nuklearkatastrophe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

In der Nachbarpräfektur Miyagi wurde am Samstag der Watanoha-Strand in Ishinomaki wiedereröffnet. Auch er war acht Jahre lang für die Öffentlichkeit gesperrt. Da der Tsunami damals den Sand an der Küste fortbewegt hatte, befindet sich der Badestrand nun 700 Meter von seinem ursprünglichen Ort entfernt.

Quelle: Japan Today

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