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Nagano dient als Vorbild für mehrsprachigen Informationsservice für Ausländer

In 15 Sprachen waren Informationen verfügbar

Nachdem Taifun Hagibis und weitere Tropenstürme durch Japan gefegt sind, wurde die Kritik an der Informationsbereitstellung laut. Besonders Ausländer verstanden die Anweisungen und Notfallwarnungen nicht. Das brachte einige von ihnen in ziemlich gefährliche Situationen. Eine Präfektur zeigte jedoch, wie es eigentlich sein sollte. Die Präfektur Nagano erhielt kürzlich viel Lob für den neuen mehrsprachigen Informationsservice.

Zu Taifun Hagibis gab es für alle Menschen der Region Warnungen und Informationen in 15 verschiedenen Sprachen, wie Englisch und Chinesisch sowie einfachem Japanisch. Der Service wurde dabei nicht einfach in Textnachrichten, sondern tatsächlich telefonisch angeboten. Obwohl es Sonntag war, war die multikulturelle Beratungsstelle der Präfektur erreichbar. Es ist dabei das erste Mal, dass Nagano so ein System verwendet.

System wird begeistert angenommen

Um die zehn Menschen nutzten den Service und fragten nach, wie sie ein Naturkatastrophenopfer-Zertifikat erhalten oder wie sie das Wasser beseitigen können. Die Regierungsbeamten beantworteten die Fragen dabei mithilfe eines Dolmetschers in der entsprechenden Sprache.

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Um möglichst viele Menschen zu erreichen, wurde dazu auf dem offiziellen Twitter-Account für Katastrophenmanagement der Regierung in einfachem Japanisch auf den Service hingewiesen. Sie forderten Ausländer auf anzurufen, um in ihrer Sprache zu kommunizieren, wenn sie Fragen hatten.

Mehr als 40.000 Mal wurden die Nachrichten geteilt. Viele lobten dabei die Bemühungen der Regierung, die die ausländischen Einwohner nicht vergaß. Ein Vertreter der internationalen Abteilung von Nagano erklärte, dass sie nicht mit so viel Lob rechneten und dass sie dankbar dafür sind. Obwohl es das erste Mal war, freut sich die Abteilung, dass sie Informationen online verteilen konnten und so viele Menschen auf sich achteten.

Vorbild für andere Regionen

Den Service selbst gibt es erst seit Oktober. Schon im August gab es dabei die Anweisung für Angestellte, dass sie nur einfache Wörter nutzen sollen, wenn sie mit Ausländern reden. Warnungen vor dem Taifun selbst gab es vorab deswegen ebenfalls in einfachem Japanisch auf der offiziellen Webseite der Präfektur. Da die Initiative so erfolgreich war, will die Regierung sie in der Richtlinie für die Förderung von Multikulturalismus festhalten. Schon nächsten März soll das System dann Teil der Reglung sein.

Von den Bemühungen können die anderen Regionen in Japan tatsächlich etwas lernen. In vielen gibt es nämlich keinen mehrsprachigen Service oder nur sehr schlechte Alternativen. Die Hoffnung von ausländischen Einwohnern ist deswegen groß, dass möglicherweise die anderen Regierungen sich ein Beispiel nehmen und die Initiative kopieren.

JP

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