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Forscher zählen weniger Tiere in Naras Parks

Nara Hirsche breiten sich wieder in der Wildnis aus

Nach wie vor soll das Reisen aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr mit Covid-19 in Japan verhindert werden. Durch die zusätzlichen starken Einreisebeschränkungen für Ausländer sind dementsprechend viele Touristenorte leer. Auch in Nara ist nicht viel los, sehr zur Freude der heimischen Rehe. Nun wurde festgestellt, dass die Tiere immer mehr in die Wildnis zurückkehren.

Normalerweise ist es kein ungewöhnlicher Anblick hunderte Rehe in den Parks und der Stadt zu sehen. Doch Forscher der Hokkaido University fanden in Zusammenarbeit mit einer lokalen Gruppe heraus, dass die Tiere immer mehr die Parks meiden. Sie verbringen mehr Zeit in den nahen Bergen und damit in der wilden Natur.

Auf der Suche nach Gras

Nach den bisherigen Untersuchungen ist die Zahl der Hirsche in den Parks im Juni im Vergleich zum Januar um etwa 30 Prozent gesunken. Die Forscher hatten die Verhaltensänderungen der Hirsche seit dem Ausbruch des Virus untersucht, der die Parks in Nara menschenleer fegte. Besonders in den Ferien sind sie üblicherweise voller Besucher, welche die Tiere streicheln, füttern und fotografieren.

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Vor allem die Snacks durch die Besucher haben vermutlich die Tiere in der Umgebung der Menschen gehalten. Die berühmten Hirsch-Cracker gibt es nun jedoch nicht mehr, weswegen sie nach Alternativen suchen müssen. Forscher gehen davon aus, dass sie auf der Suche nach frischem Gras deswegen mehr in die Berge gehen.

Hirsche sollten gut beobachtet werden

Unterstützt wird das von der Zahl der dösenden Hirsche in den Parks. Im Januar waren es etwa 20 Prozent der Tiere, die sich im Gras der Parks ausruhten. Im Juni stieg die Zahl jedoch auf 60 Prozent an. Die Ruhepausen sind für die Tiere dabei wichtig, um als Wiederkäuer den Rasen ausreichend zu kauen, um ihn zu verdauen. Dass nun mehr Hirsche sich ausruhen, zeigt, dass sie mehr natürliche Dinge fressen.

Die Wissenschaftler begrüßen die Entwicklung jedenfalls. Eine umgestellte Ernährung sorgt für eine bessere Verdauung. Mehr Bewegung hält die Tiere gesund und die mangelnden Touristen reduzieren den Stress für die Tiere. Zusätzlich erklärte Professor Tatsuzawa Shirow, dass mehr pflanzliche Nahrung für mehr Nachwuchs sorgen kann. Er unterstreicht dabei die Wichtigkeit der kontinuierlichen Überwachung der Tiere, um Veränderungen sofort zu bemerken.

NHK

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