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Bewohner waren wegen Kot von Tieren besorgt

Nara Hirsche können sich dank fehlender Touristen wieder normal erleichtern

Nach dem Ausnahmezustand in Japan sind viele Touristenplätze weiterhin ziemlich leer. Auch in Nara sind nur sehr wenige Menschen unterwegs, was vor allem die heimischen Hirsche freut. Die haben nun endlich mal wirklich ihre Ruhe und können sich entspannen. Sie sind dabei mittlerweile so entspannt, dass auch ihre Verdauung sich wieder normalisiert hat.

Tatsächlich scheint der Mangel an Touristen den Tieren sehr gutzutun. Zu Hochzeiten werden die Tiere von Besuchern mit sogenannten Shika Senbei Crackern gefüttert. Auch wenn die Cracker aus Mehl und Reiskleie extra für die Hirsche gemacht sind, essen sie oft viel zu viele davon und bekommen Magenprobleme. Sie haben viele Nährstoffe, machen die Hirsche aber auch durstig, was zur Veränderung ihrer Ausscheidungen führt.

Keine schwarzen Bohnen

Immer wieder kommt es auch vor, dass die Tiere in ihrer Gier Dinge Essen, die sie gar nicht bekommen sollen. Das führt dazu, dass seit Jahren die Hirsche unter Magen-Darm-Erkrankungen leiden und Durchfall bekommen. Wie der Generalsekretär der Stiftung zum Schutz der Hirsche in Nara, Yoshitaka Ashimura, erklärte, geht es besonders den Hirschen am Todaiji Temel nicht gut.

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Der typische Kot der Tiere ist dabei ein wenig berühmt und wird aufgrund seiner Farbe sowie Form gerne als schwarze Bohnen bezeichnet. Die Erleichterungen der Hirsche schafften es dank des Filmstars Sayuri Yohinaga sogar im Radio mit dem Song „Nara no Kasugano“.

Seit Jahren sieht der Kot der Hirsch nun jedoch anderes aus, was viele mit großer Sorge beobachteten. Seit dem Ausbruch der Pandemie bleiben jedoch die Touristen weg und mit ihnen die Cracker. Im April waren nur 2.900 ausländische Touristen im Land und die Zahlen danach dürften noch niedriger sein.

Mehr Bewegung

Die Entwicklung wirkte sich schnell auf die Hirsche auf. Ein Anwohner bemerkte, dass die schwarzen Bohnen wieder zurückkamen und es den Tieren wohl auch besser ging. Seit März sollen der Kot wieder sich normalisieren und auch nicht mehr so stark riechen.

Die fehlenden Touristen bringen auch noch eine andere positive Entwicklung mit sich. Die Hirsche scheinen aktiver zu sein. Laut Ashimura bewegen sie sich besser, seit sie allein sind. Das lässt sich damit erklären, dass sie nun nicht mehr durch das viele Essen herumliegen.

Touristen, die nun panisch keine Cracker mehr kaufen wolle, kann Ashimura allerdings beruhigen. Sie selbst sind nicht das Problem und stellen keine Gefahr dar. Allerdings nur, wenn sie in kleinen Mengen als Snack verwendet werden. Er empfiehlt deswegen, die Angelegenheit leicht und moderat zu behandeln. Dann haben am Ende nämlich nicht nur die Hirsche was davon, sondern auch der Geldbeutel.

TAS

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