Narita Flughafen kämpft mit massiven Wartezeiten bei der Einreise von Ausländern

Schon seit einer Weile will die Regierung von Japan das Einreiseverfahren vereinfachen und beschleunigen. Gleichzeitig soll es allerdings bessere und strengere Sicherheitsmaßnahmen geben. Die beiden neuen Anforderungen stellen nun zahlreiche Flughäfen im Land vor Probleme. Die meisten können nicht beides gleichermaßen erfüllen. Einer der betroffenen Flughäfen ist der Flughafen Narita in Tokyo.

Aufgrund der Lage und der Größe kommen vor allem Touristen an. Mittlerweile ist der Flughafen so überlastet, dass am 25. März Passagiere mehr als drei Stunden in einer 250 Meter langen Schlange warten mussten. Laut Betreibern ist das die längste Wartezeit im letzten Geschäftsjahr. Die lange Wartezeit sorgte dabei nicht nur bei den Touristen für Unmut. In der Gepäckausgabe stapelten sich zur selben Zeit die Koffer, die die Passagiere nicht abholen konnten.

Im Vorfeld erwartete die Einwanderungsbehörde von Narita zwar „Staus“, dass es allerdings so schlimm wird, damit rechnete keiner. Aufgrund des Chaos gab es mehrere Beschwerden bei der Behörde. Grund für die unglaubliche Wartezeit waren Flüge, die früher kamen, als erwartet. In dem Zeitraum rund um den März kommen jedes Jahr zahlreiche Ausländer wegen der Kirschblüten und ausländische Studenten reisen wegen des Semesterstarts im April an.

Beamte sind mit unerwartet vielen Menschen überfordert

Die Behörde kritisierte, dass sich die vier Passkontrollstellen an drei Terminals nicht unterstützen, um mit den Menschenmassen fertig zu werden. Es war 2017 das vierte Mal, dass es in Narita zu immensen Wartezeiten kam. Das muss sich schnellstens ändern, da zu den Olympischen Spielen 2020 noch mehr Menschen erwartet werden. Der Ministerrat zur Förderung des Tourismus wollte eigentlich schon 2016 maximale Wartezeiten von 20 Minuten erreichen. Das schafften bis jetzt jedoch die wenigsten.

Einwanderungsbehörden versuchen den Prozess der Einreise zu beschleunigen. Unter anderem führten sie das Bio Cart System ein, das eine Einreise massiv beschleunigen soll. Noch während Passagiere warten, macht das System Fotos und Fingerabdrücke. Eine weitere Hilfe sind Gesichtserkennungstore, die seit Juni unter anderem im Narita Flughafen zu finden sind. Allerdings kommen sie bis jetzt nicht bei Ausländern zum Einsatz. Zusätzlich will die Behörde die Zahl der Beamten bis zu den Spielen deutlich erhöhen.

Wartezeiten sollen weiterhin kürzer werden

Der stellvertretende Generaldirektor der Einwanderungsbehörde in Narita, Takashi Maruoka, hält trotz des Chaos am Plan fest. Er will weiterhin die Wartezeit auf 20 Minuten senken und gleichzeitig strengere Anti-Terror-Maßnahmen durchsetzen. Mittlerweile sind die Methoden der illegalen Einwanderer immer schwieriger zu erkennen. 2017 verweigerte Japan 7.181 Ausländern die Einreise. Das sind 23,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Teilweise gab es Berichte von Fällen, bei denen sich Menschen operativ die Fingerabdrücke ändern ließen, damit sie durch die Kontrollen kommen.

Quelle: Mainichi Shinbum

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