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Nach Druck aus den USA

Nationale Universitäten kontrollieren ab sofort den Export sensibler Technologie

Alle nationalen Universitäten in Japan haben eine Exportkontrollabteilung eingerichtet, um zu verhindern, dass Nuklear-, Radar- und andere sensible Technologien, die für militärische Zwecke benutzt werden kann, ins Ausland transferiert wird.

Im vergangenen Jahr verfügten fünf der 86 staatlichen Universitäten nicht über solche Abteilungen und 17 hatten keine Regeln für Exportkontrollen aufgestellt.

Exportkontrollen auf Druck der USA eingeführt

Die Universitäten in Japan sahen sich mit wachsenden Forderungen nach einer Verschärfung ihrer Exportkontrollen konfrontiert und die Vereinigten Staaten, die Fragen zum chinesischen Technologiediebstahl aufgeworfen haben, forderten ihre Verbündeten auf, Schritte zu unternehmen.

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Es wurde befürchtet, dass jede Verzögerung bei der Verstärkung der Exportkontrollmaßnahmen dazu führen könnte, dass japanische Universitäten von gemeinsamen Forschungsmöglichkeiten mit Universitäten aus den Vereinigten Staaten und anderen Ländern ausgeschlossen werden.

In den Richtlinien des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie, das für Fragen der Exportkontrollen zuständig ist, werden die Universitäten aufgefordert, Personal zu entsenden, das dafür zuständig ist, zu bestimmen, ob für jede Technologie Exportbeschränkungen auf der Grundlage des Devisen- und Außenhandelsgesetzes des Landes gelten sollen.

Die Universitäten sollen sicherstellen, dass ihre Technologien nicht ins Ausland transferiert werden, indem sie anhand von Checklisten entscheiden, ob sie internationale Studenten und Forscher aufnehmen und ob sie ihnen den Transfer ihrer Forschungsergebnisse und anderer Materialien gemäß den Richtlinien gestatten sollen.

Das Ministerium stellte in der Umfrage auch fest, dass rund 60 Prozent der 213 antwortenden japanischen Universitäten mit naturwissenschaftlichen Studiengängen, die von lokalen Regierungen oder privaten Einrichtungen betrieben werden, Maßnahmen zur Exportkontrolle ergriffen haben.

Viele ausländische Studenten und Forscher an japanischen Universitäten

Doch die japanischen Universitäten stehen vor einem Dilemma. Vor dem Hintergrund einer schwindenden Zahl japanischer Studenten in den Bereichen Wissenschaft und Technik haben sie begonnen, sich in den Bereichen künstliche Intelligenz und anderer High-Tech-Forschung in erheblichem Maße auf Studenten und Forscher aus dem Ausland, darunter viele chinesische Staatsangehörige, zu verlassen.

An der Universität von Tokyo machten Chinesen nach Angaben der Universität im Mai etwa 60 Prozent der rund 4.000 ausländischen Studenten in ihren Grund- und Aufbaustudiengängen aus.

In einem Bericht des Handelsministeriums hieß es, ein ausländischer Student sei bei dem Versuch erwischt worden, eine Technologie, die Ausfuhrkontrollen unterliegt, unerlaubt zu transferieren, in einem anderen Fall wurde ein Student verdächtigt einer Organisation anzugehören, die in seinem Heimatland an der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen beteiligt ist.

 

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