Anzeige
HomeNachrichten aus JapanNeue Funktion bei Yahoo! Japan soll diffamierende Posts automatisch beseitigen

Online-Diffamierung bleibt auch während der Wahlen ein zentrales Thema

Neue Funktion bei Yahoo! Japan soll diffamierende Posts automatisch beseitigen

Wer in Japan Yahoo! benutzt, muss sich jetzt mit einer Erneuerung auseinandersetzen. Yahoo! Japan Corp. gab am letzten Dienstag Informationen über die Änderung heraus. Eine neu integrierte Funktion soll dafür sorgen, dass die Kommentarsektionen ihrer Nachrichtenartikelseite automatisch geschlossen werden, sobald dort diffamierende Posts auftauchen.

Anzeige

Die Z Holdings Corp. bedient sich hierzu einer künstlichen Intelligenz, die ihre Berechnungen aufgrund der Anzahl der Beiträge durchführt, die gegen die Richtlinien der Website und/oder andere Kriterien verstoßen. Wurden diese Beiträge in einer gewissen Anzahl identifiziert, kann die KI es den jeweiligen Benutzenden unmöglich machen, neue Beiträge zu verfassen oder andere einzusehen.

Yahoo! führt Funktion zu den Unterhauswahlen ein

Auffällig ist, dass die neue Funktion zeitgleich mit dem Beginn der Wahlkampfzeit der Unterhauswahlen am 31. Oktober eingeführt worden ist.

Die Benutzenden werden innerhalb des Wahlkampfzeitraums sogar mit einer Nachrichtenanzeige dazu aufgefordert, keine illegalen Posts zu politisch orientierten Nachrichtenartikeln zu veröffentlichen.

LESEN SIE AUCH:  Yahoo! kämpft in Japan mit KI gegen Cybermobbing

Yahoo hatte zuvor noch eine andere Strategie verfolgt. Vor der Einführung der neuen Funktion in Japan waren die jeweiligen diffamierenden Beiträge dort noch gelöscht und Posts von Personen, die wiederholt gegen die Richtlinien verstoßen hatten, ausgesetzt worden.

Anzeige

Es ist klar, dass die neue Funktion nicht nur diffamierende Posts, sondern auch andere Beiträge einschränken wird. Das Unternehmen selbst äußerte sich insofern dazu, dass das System noch weiter überprüft und verbessert werden würde. Währenddessen hole man bereits Meinungen aus Expertenkreisen und von den Nutzenden selbst ein.

Online-Diffamierung bleibt ein Problem

Online-Diffamierung ist und bleibt ein stark diskutiertes Thema, nachdem sich negative Kommentare über die bevorstehende Ehe von Prinzessin Mako mit ihrem bürgerlichen Freund Kei Komuro sogar auf die psychische Gesundheit der Prinzessin ausgewirkt haben sollen.

Die für den 26. Oktober geplante Eheschließung wurde aufgrund eines Geldskandals um Komuros Mutter stark kritisiert. Der Kampf gegen diffamierende Beiträge im Netz dauert an. Noch in diesem Jahr hatte ein japanisches Gericht die Veröffentlichung von diffamierenden Blogposts verboten.

Anzeige
Anzeige